
Warum Fürsorge mehr ist als Helfen
Hallo,
heute möchte ich mit einem Missverständnis aufräumen. Viele verwechseln Fürsorge, damit zu helfen, wenn jemand Hilfe braucht, mit dem, was sie eigentlich ist: einer Hilfestellung. Aber mehr dazu in dem Artikel, der übrigens zur Lesereise: Fürsorge – Wenn Liebe Verantwortung übernimmt gehört.

Fürsorge – Wenn Liebe Verantwortung übernimmt
- Warum Fürsorge nichts mit Kontrolle zu tun hat
- Warum Fürsorge mehr ist als Helfen
- Wann Fürsorge zur Verantwortung wird
- Fürsorge braucht manchmal unbequeme Entscheidungen
- Warum Fürsorge ohne Grenzen nicht funktioniert
- Fürsorge in Beziehungen mit Machtgefälle
- Die kleinen Gesten der Fürsorge
- Fürsorge als Fundament einer Found Family
- Warum Fürsorge eine Form von Liebe ist
- Toxische Beziehungen oder Beziehungen mit Machtgefälle?
- Warum Fürsorge manchmal strenger wirkt als Freiheit
Fürsorge bedeutet mehr als nur zu helfen.
Fangen wir damit an, dass Fürsorge ein wesentlich größerer Begriff als Helfen ist. Nicht weil Hilfe etwas ist, das man kleinreden kann oder sollte. Sondern weil Fürsorge viel weiter greift. Idealerweise baut sie Brücken für einen Menschen, sie hilft dem Menschen, sich langfristig selbst helfen zu können. Und ja dieser Schritt kann auch dem, der die Fürsorge erfüllt weh tun.
Fürsorge ist ein Zeichen von Liebe
Hier kommen wir an den wichtigsten Punkt gleich zu Anfang. Fürsorge ist ein Zeichen von Liebe, und ich meine nicht erotische Liebe oder die Liebe zwischen zwei Partnern exklusiv. Ich meine bewusst die Liebe zu einem Menschen, die auch darüber hinausgehen kann. Der Grund für Fürsorge ist immer Liebe.
Szene aus Herbstalbträume

„Warum? Warum machst Du das?“, fragte Amelie.
„Warum mache ich was?“
„Warum baust Du mir immer wieder so viele Brücken?“
„Weil ich Dich liebe und möchte, dass es Dir gut geht.“
Amelie stand auf und setzte sich bei Odine auf den Schoß. Dann legte sie ihre Arme um Odines Hals und gab ihr einen langen Kuss.
„Ich liebe Dich, Odine Bernau. Auch wenn Du mitunter echt streng sein kannst.“
„Nur wenn es zu Deinem Besten ist, meine kleine Maus.“
Amelie schmiegte sich an Odine an und genoss die Nähe zu ihrer Frau. In dem Moment war die Welt wieder in Ordnung. Amelie spürte, sie wurde geliebt, und Odine war für sie da.
Fürsorge ist nicht immer sanft
Und hier kommen wir zu einem weiteren Missverständnis: Fürsorge ist nicht immer sanft. Das Beispiel aus Herbstalbträume ist eine sanfte Form, aber auch mal nein zu sagen, kann ein Beispiel von Fürsorge sein. Oder eben etwas zu tun, das einem als Mensch der Fürsorge walten lässt selbst weh tut. Und genau da kommt der Unterschied zu einer reinen Hilfestellung. Helfen tut selten weh. Fürsorge kann weh tun.

Fürsorge setzt auch Grenzen
Warum kann Fürsorge wehtun? Weil sie nicht nur hilft, sie kann auch mal Grenzen setzen. Dann nämlich, wenn man dem Gegenüber klar macht: „Stopp! Du schadest Dir gerade selbst.“ Das ist kein Bevormunden. Das ist ein Zeichen von Fürsorge. Und ja, wenn jemand das sagt, sollte man vielleicht genau zuhören, nicht hinhören, sondern zuhören. In meinen Romanen gibt es viele Szenen, in denen Odine genau das macht. Sie setzt Amelie Grenzen aus Fürsorge. Nicht, weil es ihr Spaß macht.
Grenzen setzen ist kein Alleinstellungsmerkmal von BDSM oder CG/l
Und hier haben wir den nächsten Punkt: Das Setzen von Grenzen ist kein Punkt, der nur BDSM-Beziehungen, D/s-Beziehungen oder CG/l-Beziehungen betrifft. Denn jede Beziehung braucht Regeln. Neben denen der Selbstfürsorge eben auch die der Fürsorge. Egal, welche Art von Beziehung man lebt. Zugegeben eine Mommy Domme oder ein Daddy Dom werden die Regeln aus Fürsorge deutlicher in die Beziehung einarbeiten, einfach weil sie ihr little schützen wollen. Aber auch in jeder anderen Beziehung sind Regeln und Grenzen wichtig, um die Beziehung erhalten zu können. Und wenn eine Partei ständig wegen Regelverstößen oder anderen Gründen am Limit ist, dann werden Regeln auch zu einem Mittel der Fürsorge. Und ja, Regeln und Grenzen helfen allen, damit der eigene „Schutzengel“ am Ende nicht ausbrennt, so wie ich es in diesem Artikel beschrieben habe.
Fazit
Fürsorge ist mehr, als nur zu helfen. Fürsorge ist, für den anderen da sein und notfalls auch der Zaun zu sein, an dem der andere sich die Nase stößt und vielleicht mal darüber nachdenkt, was er gerade macht. Und ja, Fürsorge ist der Grund, warum ich Romane über Caregiver und littles schreibe, denn nirgends kann ich besser Geschichten über die unterschiedlichen Aspekte von Fürsorge erzählen. Das Zitat aus Herbstalbträume ist genau in einem derartigen Kontext entstanden und Du kannst den Roman wie auch alle anderen in meinem Buchshop erwerben. Aber was denkst Du über Fürsorge? Hast Du etwas für Dich mitgenommen, oder dass sie oft wirklich missverstanden wird? Schreibe es mir doch in die Kommentare.
In diesem Sinne
Sei Achtsam
Hallo,
mein Name ist Daira Bär. Ich bin Romanautorin, Mommy Domme und Dampferin. Als bekennende BDSMlerin und Mommy Domme schreibe ich Romane im Bereich von Lesbian Love & Cozy Crime. Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen im Bereich von lesbischen Beziehungen mit D/s genauer CG/l versuche ich genau diese Erfahrungen in meine Romane einzubringen. Wenn Du also realistische Romane aus diesem Bereich mit einem spannenden Kriminalfall kombiniert magst, dann schaue doch mal in meinen Büchershop hier auf der Seite.
Liebe Grüße
Daira


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