
Warum Found Family in meinen Romanen wichtig ist
Hallo,
dieser Artikel ist Bestandteil der Lesereise: Warum meine Romane eine Mischung aus Queerness, BDSM, CG/l, Found Familiy, Kriminalfälle, Verantwortung, Geborgenheit und starken Frauen sind.
Warum meine Romane eine Mischung aus Queerness, BDSM, CG/l, Found Family, Kriminalfälle, Verantwortung, Geborgenheit und starken Frauen sind.
- Warum meine Romane BDSM im Allgemeinen und CG/l im Besonderen enthalten
- Warum Found Family in meinen Romanen wichtig ist
- Warum meine Romane queere Hauptfiguren haben
- Warum starke Frauen in meinen Romanen im Mittelpunkt stehen
- Warum Geborgenheit kein Gegensatz zu Spannung ist
- Warum meine Figuren Fehler machen dürfen
- Warum Kriminalfälle zu meinen Geschichten gehören
- Was passiert, wenn man all diese Themen miteinander verbindet?
Heute möchte ich einmal über das Thema Found Family oder auch Wahlfamilie sprechen und warum es in meinen Romanen einen Bestandteil einnimmt, den ich nicht wegdiskutieren kann, auch nicht möchte, denn da würde mir nicht nur Amelie widersprechen. Sie war es selbst, die es in meinem Roman Herbstalbträume erkannt hat
Zitat aus Herbstalbträume

Amelie ging zu Odine und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Diese nickte und meinte dann zu den anderen.
„Wenn alles eingeräumt ist, würden Amelie und ich Euch bitten, dass wir uns noch einen Moment an den Tisch setzen.
„Aber klar doch“, meinte Angus.
Alle zusammen räumten die Einkäufe ein und setzten sich dann an den großen Esstisch.
„Also der Grund, warum wir noch etwas Privates mit Euch besprechen wollten, ist der, dass Amelie sich ja seit einiger Zeit mit dem Thema Wertschätzung, Anerkennung, Respekt und auch Anreden auseinandersetzt. Ich habe das von meiner Seite nie forciert, weil ich das wie Kassy sehe. Ich brauche keine Anrede, um ich selbst zu sein. Allerdings habe ich auch nichts gegen eine entsprechende Anrede, wenn diese ehrlich gemeint ist. Für Amelie sieht das ein wenig anders aus. Aber das soll sie Euch selbst erzählen.“
Sowohl Angus als auch Gaby und Kassandra ahnten, wohin die Reise gehen würde, und Gaby beschloss, es Amelie leichter zu machen. Diese wirkte sichtlich nervös, schaute immer wieder auf die Tischplatte und spielte mit ihren Fingern herum.
„Amelie, alles ist gut. Egal, was Du uns zu sagen hast, keiner von uns wird Dir den Kopf abreißen oder Dich weniger lieben. Du bist ein Teil unserer Familie. Vergiss das nicht. Wir alle sind hier unsere eigene Art von Familie. Nicht von Blutes wegen, aber wir alle wollen, dass jeder hier am Tisch glücklich ist.“
Amelie atmete tief durch. Dann fing sie an, zu sprechen.
„Danke, Gaby, das macht es mir etwas leichter. Wisst Ihr noch, als ich hier ankam, das erste Mal mit Odine? Der Frau, von der ich mittlerweile mit Stolz sagen kann, dass sie meine Frau, meine Mommy, meine Domme ist? Und ich jedes Wort, jede Anrede so meine, aus den Tiefen meines Herzens.“

Alle am Tisch nickten, dann sah Amelie zu Kassandra und nahm einen ersten Anlauf für das, was sie eigentlich loswerden wollte.
„Kassandra, Kassy. Als ich hier im Dojo ankam. Das Erste, was ich spürte, war deine Aura, deine Autorität, deine Fürsorge und auch deine Konsequenz.“
Kassy lächelte und sagte nur leise.
„Wall Sit!“
Alle mussten lachen, wurden aber sofort wieder ernst. Denn Amelie wollte weitersprechen.
„Kassy, Du hast mich aufgenommen, als wenn ich schon zur Familie gehöre. Wie die kleine vorlaute Nichte deiner Schwester, die geliebt wird, aber eben auch mit liebevoller Strenge auf ihrem Weg begleitet wird. Daher frage ich Dich als Erste. Würdest Du die Anrede ‚Tante‘ von mir akzeptieren. So wie sie auch Valerie für meine Mommy verwendet?“
„Ja, Liebes, das würde ich. Denn wie Gaby schon sagte. Du bist Teil dieser Familie. Und ich fühle mich geehrt, dass Du so von mir denkst.“
Amelies Blick wanderte weiter, er traf Gaby und unsicher sah sie Gaby an. Diese Frau war immer die Sanftheit in Person, ja mitunter auch mal mit dem mahnenden Zeigefinger da, wenn Amelie übers Ziel hinausschoss, aber sie versuchte Amelie immer zu zeigen, wie willkommen sie hier war.
„Gaby, Du bist diejenige gewesen, die immer eine sanfte Umarmung für mich war. Mal mit Worten, mal mit Taten, aber auch die, die mit eben mit sanfter Strenge mir immer wieder auf den Weg geholfen hat, wenn ich gestrauchelt bin. Ich frage auch Dich. Würdest Du die Anrede ‚Tante‘ von mir annehmen?“
In Gabys Augen sammelten sich die Tränen, sie räusperte sich und erwiderte dann mit einem Lächeln.
„Als wenn ich die ablehnen könnte, Du dummes Ding.“
Amelie sah dann unsicher zu Angus. Dieser hatte aber keine Lust auf eine weitere Gefühlsduselei, der Frau, die er schon lange als weitere Littleone in der Familie aufgenommen hatte. Darum unterbrach er sie direkt.
„Amelie, bevor Du jetzt weiterredest, bekommt Uncle Angus erst einmal einen big hug.“
Amelie war perplex, ging dann rüber zu Angus, welcher aufstand und Amelie in die Arme nahm und sie lange drückte. Danach wurde Amelie weitergereicht, erst an Gaby, welche sie gar nicht mehr loslassen wollte und zum Schluss an Kassy. Diese schob Amelie danach ein wenig von sich weg und meinte dann zu Amelie.
„War das alles? Oder wolltest Du noch etwas fragen?“
„Ja, das wollte ich.“, mit diesen Worten löste sich Amelie von Kassandra und ging zu Valerie.
„Valerie, ich danke Dir für all das, was Du getan hast, seitdem ich hier bin. Du bist für mich in der Zeit her wie eine Schwester geworden, eine Schwester, die ich nie hatte. Ich danke Dir für alles. Und ich hoffe, Du bist mir nicht böse. Ich werde Dir deine Familie nie wegnehmen.“
Valerie lachte auf, dass ihre braunen Locken nur so flogen, dann sagte sie.
„Ach, sis. Du dumme Nuss. Du kannst mir doch meine Familie nicht wegnehmen, denn dann wärest Du ja auch nicht mehr da. Wir sind doch alle eine Familie. Und ich freue mich, dass Du das endlich begriffen hast.“
Mit diesen Worten drückte Valerie Amelie ganz fest an sich.
Begriffsbestimmung Found Family
Found Family stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie gefundene Familie. Es ist eine Familie, die nicht aus Blutsverwandtschaft besteht, sondern weil Menschen sich geborgen wie in einer Familie fühlen, obwohl man nicht miteinander verwandt ist.
Familie sind nicht nur die Menschen, mit denen wir blutsverwandt sind
Wie definierst Du Familie? Sind Familie für Dich Blutsverwandte oder die Menschen, die Dich lieben, wie Du bist, und glücklich sehen wollen? Dabei alles dafür tun, dass Du glücklich bist, und dennoch immer offene und ehrliche Worte für Dich haben? Die Romane haben bewusst nicht das Prinzip der Blutsverwandtschaft bekommen. Keine der Personen aus der Szene eben ist mit irgendjemandem verwandt. Und dennoch fühlen sie sich als Familie.
Zusammenhalt in einer Found Family hat den gleichen Stellenwert wie in einer Familie
Found Family unterscheidet sich im Grundprinzip nicht von dem, was eine Familie aus Blutsverwandten bietet. Zusammenhalt entsteht hier nicht durch die Gene, weil man ja als Familie zusammenhalten muss. Sondern weil man den anderen so sehr liebt und schätzt, dass man es möchte und dann wie eine Familie zusammenhält. Amelie würde hier bestimmt nicht widersprechen, wenn ich an die folgende Szene aus Der Harlekin und seine Julia denke.
Zitat aus Der Harlekin und seine Julia

Die beiden Mädchen standen auf und gingen zur Tür. Gaby Moser wollte sich gerade umdrehen, als Amelie sie leise ansprach.
„Tante Gaby?“
„Ja?“
Und ehe sie sich versah, hatte Gaby Moser ein kleines Bündel im Arm.“
„Danke!“
„Hey Amy. alles ist gut. Gerne geschehen. Auch wenn ich nicht weiß, was Du meinst.“
„Du bist die beste Tante, die ich je hatte. Na ja und auch Tante Kassy. Ihr seid alle die beste Familie, die ich je hatte. Ihr alle.“
Gaby streichelt Amy noch sanft über ihr blondes Haar, dann löste Amy die Umarmung und zog Valerie in ihre Arme.
„Und Du auch Du bist die beste Freundin, die ich je hatte. Nein, Du bist weit mehr als das sis.“
Valerie drückte Amy ganz fest an sich. Ja, auch für sie, waren sie alle seit Amelie da war zusammengewachsen. Odine war vorher nie oft bei Ihnen gewesen. Aber seit sie mit Amelie zusammen war, hatte sich das geändert und die Bindung zwischen allen war immer mehr gewachsen. Hier war eine vollkommen neue Familie entstanden.
„Ist schon gut, sis. Ist schon gut.“
Valerie wartete, bis sich Amelie von ihr löste. Dann gingen die drei auch endlich nach unten und bereiteten das Essen vor.
Found Family ist ein sozialer Rückhalt
Found Family ist eine soziale Struktur, die einen Rückhalt bieten kann, wenn man keine Bindung zu seinen Blutsverwandten hat, oder keine hat. Und genau das bewirkt dieses Prinzip in meinen Romanen. Die Found Family um Odine und Amelie ist genau das für sie bei ihrem stressigen und nervenaufreibenden Beruf bei der Kriminalpolizei.
Schluss
Found Family ist eines der Grundprinzipien, auf denen meine Romane beruhen. Sie sind genauso essenziell wie BDSM und CG/l oder eben, dass meine Hauptpersonen als lesbisches Paar eben queer sind. Wie denkst Du über das Thema? Schreibe es mir doch in die Kommentare. Oder wenn die die Zitate aus Herbstalbträume und Der Harlekin und seine Julia gefallen sind, würde ich mich über einen Kommentar auch freuen. Die Romane bekommst Du übrigens wie alle anderen in meinem Büchershop.
In diesem Sinne
Sei Achtsam
Hallo,
mein Name ist Daira Bär. Ich bin Romanautorin, Mommy Domme und Dampferin. Als bekennende BDSMlerin und Mommy Domme schreibe ich Romane im Bereich von Lesbian Love & Cozy Crime. Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen im Bereich von lesbischen Beziehungen mit D/s genauer CG/l versuche ich genau diese Erfahrungen in meine Romane einzubringen. Wenn Du also realistische Romane aus diesem Bereich mit einem spannenden Kriminalfall kombiniert magst, dann schaue doch mal in meinen Büchershop hier auf der Seite.
Liebe Grüße
Daira


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