
Lesbische Liebe ist nicht genug, es darf auch geheiratet werden – oder warum ich Hochzeit zu Dritt schrieb
Hallo,
wieder einmal nehme ich Dich mit in meine Gedankenwelt. Dieses Mal erzähle ich Dir warum ich Hochzeit zu Dritt geschrieben habe. Dieser Artikel ist Teil einer Lesereise zu den Prequels.
Odine und Amelie – Liebe mal anders

Das Ende von Durch Dich bin ich ein besserer Mensch ist eigentlich gar nicht das Ende.
Durch Dich bin ich ein besserer Mensch hat ja ein Happy End, das kann ich ja ohne Gefahr spoilern, immerhin gibt es ja mehrere Bände mit den beiden. Aber das Ende des ersten Romans ist eigentlich ein anderes. Ursprünglich sollte der Roman mit der Hochzeit der beiden enden. Aber dann wäre der Band weit über vierhundert Seiten geworden, und das wollte ich dann doch nicht riskieren. Ich peile immer bei meinen Romanen so dreihundert Seiten als Obergrenze an. Aber das passte da halt nicht mehr. Also habe ich den kompletten Plot in einen neuen Roman gelegt.
Die Idee vom Kriminalplot ist wirklich sadistisch
Mir hatte die Idee aus dem ersten Band, Arbeit und Privatleben zu vermengen, wirklich gefallen. Darum suchte ich für Hochzeit zu Dritt einen neuen Plot. Irgendwie bekam dann mit, dass es eine Mordserie an schwangeren Frauen gab. Und ab da hatte sich etwas echt Sadistisches in meinem Kopf festgesetzt. Also ich meine krankhaft sadistisch, nicht BDSM-mäßig und das wurde dann der Plot für den Kriminalteil des Romans. Was ich damit meine, möchte ich mit der Szene aus Hochzeit ,zu Dritt gerne zeigen.
Zitat aus Hochzeit zu Dritt

Zwischen zwei Autos sahen sie Meierdirks und die SpuSi. Als der Pathologe und forensische Psychiater, die beiden sah, ging er zu den beiden rüber und meinte.
„Macht Euch auf wat gefasst miene Deerns. Das wird kein schöner Anblick.“
„Was haben wir?“, fragte Odine.
„Eine junge Frau, weiß, Schnitt durch die Kehle, aufgeschnittener Unterleib“, antwortete Meierdirks. Amelie wurde kreidebleich, als es hörte, dennoch ging sie mit den beiden anderen zum Tatort zwischen den Autos.
„Irgendwas stimmt nicht!“, meinte sie zu Odine und Meierdirks.
„Was meinst Du?“, fragte Odine.
„Schau Dir ihre Kleidung an. Die Frau war schwanger, und nicht erst gerade eben.“
„Stimmt, Du hast recht, die Kleidung ist sehr weit.“
Meierdirks nickte.
„Stimmt, ihr wurde der Unterleib aufgeschnitten, Näheres kann ich Euch aber erst nach der Obduktion sagen.“
Amelies Gesicht wurde immer blasser, sie griff nach Odines Hand. Ihre Augen weiteten sich, die ganze Sache ging ihr doch ziemlich nahe.
„Was für ein kranker Bastard macht denn so etwas?“, flüsterte sie.
Odine drehte sich zu Amelie und schaute ihr in Augen.
„Wir finden das Schwein, versprochen.“
„Beleidige die Schweine nicht, das hier war nen kranker Bastard. Der Typ hat ihr das Baby einfach so hier aus dem Unterleib geschnitten. Das ist einfach nur pervers.“
„Amelie, ich denke, Du gehst besser zum Wagen und wartest da auf mich.“ Odine sagte diese Worte wieder einmal mit ihrem typischen, strengen Tonfall, der Amelie aufhorchen ließ. Daher ging sie besser zum Auto zurück.
Der Plot entstand aus Neugier
Ich hatte nun beide Plotideen zusammen, nun kam die Neugier. Konnte ich das, was ich als grobes Storyboard geplottet hatte, auch wirklich umsetzen? Ich war gespannt und begann mit der Arbeit. Dabei kamen dann einige Szenen heraus, bei denen ich selbst eine Schreibpause einlegen musste. Ich sage nur: Entführung.

Und auf einmal kam die Eifersucht
Und mitten im Schreiben verselbständigte sich dann Amelie. Genauer: ihre Eifersucht. Der Plot dazu war eigentlich gar nicht geplant. Aber ich habe ihn dann doch drin gelassen, weil es sich so stimmig anfühlte. Es war halt so typisch, Amelie. Und auch das ist wieder etwas, das ich am Schreiben so mag. Mitunter entwickeln die Charaktere ein Eigenleben. (Ich höre gerade, wie sich Odine hinter mir räuspert und Amelie fragt: „Mitunter?“)
Die Basis blieb
Ich liebe solche queeren oder in dem Fall lesbischen Geschichten, ich lese sie gerne und wollte mit meinen beiden Lieblingen weitermachen. Ich bin immer noch der Meinung, dass es nicht genug derartiger Literatur geben kann. Denn nur was wir als alltäglich wahrnehmen, wird auch irgendwann akzeptiert. Und ja, die Hochzeit war mein Höhepunkt der Story. Ich finde es wirklich wichtig, dass der Begriff Ehe sich nicht mehr nur auf Mann und Frau beziehen darf. Überhaupt sollten wir uns von geschlechtsspezifischen sozialen Begrifflichkeiten verabschieden. Wie in meiner Podcastfolge: „Typisch was?“ schon gesagt, denke ich nicht, dass diese wirklich zusammenpassen.
Wenn Dich solche Hintergrundinformationen zu meinen Romanen interessieren, kann ich Dir die Hintergrundgeschichte zu meinem Roman Tödliche Flitterwochen in Florida empfehlen. Du findest ihn, wenn Du hier klickst.
In diesem Sinne
Sei Achtsam
Hallo,
mein Name ist Daira Bär. Ich bin Romanautorin, Mommy Domme und Dampferin. Als bekennende BDSMlerin und Mommy Domme schreibe ich Romane im Bereich von Lesbian Love & Cozy Crime. Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen im Bereich von lesbischen Beziehungen mit D/s genauer CG/l versuche ich genau diese Erfahrungen in meine Romane einzubringen. Wenn Du also realistische Romane aus diesem Bereich mit einem spannenden Kriminalfall kombiniert magst, dann schaue doch mal in meinen Büchershop hier auf der Seite.
Liebe Grüße
Daira


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