Wie ich eine Beziehung in eine D/s-Beziehung umwandel

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Wie ich eine Beziehung in eine D/s-Beziehung umwandel

Hallo,
ich schreibe hier ja viel über das Thema D/s oder CG/l-Beziehungen. Immer wieder bekomme ich dabei die Frage gestellt, wie man seine eigene Beziehung so aufbauen kann. Dieser Artikel ist Teil meiner Lesereise zu dem Thema:

Wie funktioniert das mit D/s und Erziehung?

  1. Wie ich eine Beziehung in eine D/s-Beziehung umwandel
  2. Sind Caregiver-little-Beziehungen eigentlich gesund?
  3. Wann endet Erziehung?
  4. 12 nicht körperliche Strafen in einer BDSM oder CG/l-Beziehung

Nun kommen wir erst einmal zum Wichtigsten, den Grundvoraussetzungen:

Man kann niemanden zwingen.

Man kann eine Vanilla-Beziehung nur dann in eine D/s oder CG/l-Beziehung umwandeln, wenn beide Seiten die entsprechenden Neigungen haben. Es also einen dominanten und einen devoten Part in der Beziehung gibt. Ein anderer Weg wäre Missbrauch und entspräche weder dem Modell SSC oder RACK und somit auch sehr wahrscheinlich strafbar. (Ich bin keine Juristin, aber zumindest bei körperlichen Strafen wäre ja der Bereich der Körperverletzung gegeben.)

In einer Beziehung mit Machtgefälle steht das Paar an erster Stelle.

Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber gerade in diesen Beziehungen ist die Bindung wichtig. Neben den gesellschaftlichen Pflichten und der Arbeit, sollte beiden bewusst sein, dass die Beziehung zwischen dem dominanten und dem devoten Partner oberste Priorität haben muss. Solange keine Kinder im Spiel sind. Aber dazu kommen wir gleich. Generell gilt, Beziehungen mit D/s-Charakter greifen tief in die Psyche aller beteiligten Personen, daher müssen diese an oberster Stelle stehen.

Kindlich ja, aber bitte keine Kinder.

Wenn ihr Eltern seid, achtet darauf, dass diese von den Strafen, egal, ob provoziert oder nicht, nichts mitbekommen. Denn genauso wie Sex ist dieses Thema etwas, das Kinder und ihre Entwicklung beeinflussen kann. Wenn das Thema dann in späteren Jahren aufkommt, kann man mit Sicherheit darüber reden, aber im Kindergarten, der Grundschule haben diese Themen mit Sicherheit nichts verloren. Ihr wollt doch auch nicht, dass euer Kind in der Schule Sätze wie „Mami lässt sich von Papi hauen!“ fallen lässt. Oder: „Papi muss tun, was Mami sagt, ansonsten kommt er in einen Käfig.“
Der Punkt ist: Kinder verstehen es teilweise nicht, weil sie eben Kinder sind. Daher weder provozierte Strafen noch andere Bestrafungen haben etwas vor Kindern verloren. Das sind Dinge, genauso wie Sex, die ein Kind nicht wirklich verarbeiten kann.

Submission entsteht nicht bewusst.

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Der Wunsch, sich dem eigenen Partner unterzuordnen, entsteht nicht bewusst. Es ist ein Gefühl, das ausgelöst wird, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Wenn der Partner wahre Dominanz ausstrahlt (Artikel dazu hier) Nur wenn diese Art von Dominanz vorhanden ist, kann ein submissiver Partner überhaupt die Chance haben, sich unterwerfen zu wollen.

Mit D/s oder CG/l kann keine Beziehung repariert werden.

Ein wichtiger Punkt. Wenn es in eurer Beziehung kriselt, denkt nicht daran, diese zu reparieren, indem ihr einfach mal BDSM, D/s oder CG/l draufsattelt. Das funktioniert nicht. Die Basis einer Beziehung mit Machtgefälle ist Vertrauen. Und eine Krise in einer Beziehung ist immer auch in gewisser Form eine Vertrauenskrise. Also D/s, CG/l und BDSM sind keine Reparaturmaßnahmen für eine Beziehung. Lasst bitte die Finger davon. Bringt erst eure Beziehung ins Reine. Dann überlegt ob ihr beide es wirklich wollt. Wenn dann die Antwort ja ist, dann viel Spaß dabei.

D/s und Co sind das Letzte

Nicht das, was ihr denkt. *schmunzel* Nein, hier geht es um die Grundbedürfnisse. Und ob ihr es glaubt oder nicht. Selbstverwirklichung, wie sie sie durch eine Beziehung mit Machtgefällen einhergeht ist das letzte, was wir an Bedürfnissen haben, vorher kommen andere Bedürfnisse. In der Psychologie redet man von einer sogenannten Bedürfnispyramide. Es ist eine Pyramide, weil erst die unteren Bedürfnisse erfüllt sein müssen, bevor die oberen überhaupt zum Tragen kommen.(siehe Bedürfnispyramide)
Der Forscher Abraham Maslow hat diese entwickelt und sie wird heute immer noch verwendet. Allerdings ist sie auch in der Kritik, weil die hierarchische Einteilung in mehreren Studien widerlegt wurde. Aber aus meinem persönlichen Lebenswandel kann ich sagen: Zumindest auf mich trifft sie zu.

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Alles oder nichts: Über 24/7

Nun kommen wir zu einer weiteren Ernüchterung. Gerade wenn man anfängt, die Beziehung nach seinen Wünschen zu gestalten, will man alles jetzt und sofort umsetzen. Aber das funktioniert nicht, gerade Dinge wie 24/7 sind nur mit Abstrichen lebbar. Ein Beispiel aus meinen Romanen. Odine und Amelie leben 24/7, aber auf der Arbeit haben weder das littlegirl noch die Mommy Domme ihren Platz. Ich habe das Thema in Die Feuer des Harlekins behandelt und möchte darum einmal eine Szene als Beispiel präsentieren.

Die Feuer des Harlekins
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„Ich mach noch etwas Büroarbeit und geh dann nach Hause.“
Amelie sah Odine unsicher an. Von der Odine heute Morgen im Gespräch war nichts geblieben, sie wirkte ruhig, gefasst und Amelie wusste nicht, ob das Gespräch Ärger bedeuten würde oder ob es etwas Gutes bedeuten würde. Auf der Fahrt nach Hause war Amelie sehr ruhig und in sich gekehrt, auch Odine dachte darüber nach, wie sie das Gespräch mit ihrer Frau führen sollte. Nachdem die beiden sich umgezogen hatten, setzte sich Odine auf die Couch und sagte zu Amelie.
„Schatz, kannst Du mal herkommen, bitte. Ich möchte mit Dir reden.“
Unsicher ging Amelie zu Odine rüber und setzte sich neben sie. Sie traute sich kaum sie anzusehen, das Gespräch mit Gaby, hatte ihr doch irgendwie die Augen geöffnet. Sie war nicht so fehlerfrei in der Sache gewesen, wie sie geglaubt hatte. Aber allein die Vorstellung, dass Odine denken könnte, sie würde es auf eine Bestrafung anlegen, die war ihr zuwider. Odine griff Amelies Hand und sah ihr in die blauen Augen, die Unsicherheit in Amelies Blick war ihr nicht entgangen, darum begann sie mit ruhiger, sanfter Stimme zu sprechen.
„Engelchen, ich möchte mit Dir über unser Gespräch reden.“
Amelie wollte gerade etwas sagen, aber Odine hob die andere Hand und stoppte Amelie, bevor sie das erste Wort sagen konnte.
„Lass mich bitte zuerst reden. Das Gespräch heute war alles andere als gut. Wir müssen einen Weg finden, die doppelten Machtgefälle beiseitezuschieben.“
„Doppelte Machtgefälle?“, fragte Amelie.
„Ja, die zwischen Kriminalkommissarin und Kriminalhauptkommissarin und die zwischen Mommy und Littlegirl. Die beiden behindern sich auf der Arbeit.“
„Wie soll das gehen? Und vor allem, warum?“
„Warum ist einfach, dein Benehmen heute hat mich auf zwei Ebenen getroffen. Dein Widerstand gegen meine Dienstanweisung hat neben der Seite als dein Boss, auch die Mommy getriggert und als ich Dir antwortete, dass ich mich frage, ob Du Sehnsucht nach dem Rohrstock hast, war die Antwort ehrlich, aber sie war fehl am Platze. Das Ergebnis war, dass sich nicht zwei Polizistinnen unterhalten haben, sondern eine angefressene bratty littleone und ihre Mommy. Das geht aber nicht. So können wir nicht professionell zusammenarbeiten.“
Amelie stimmte Odine zu. Sie hatte in dem Moment nicht als Polizistin reagiert, da die Androhung des Rohrstockes, in ihr den Widerstand in ihrer submissiven Seite getriggert hatte. Sie würde es niemals darauf anlegen, bestraft zu werden, egal, was sie tat, das wissen, dass sie in Odines Augen etwas Falsches getan hatte, war schon etwas, das schlimmer als jede Strafe war. Nicht das diese nicht weh taten, aber das wissen etwas getan zu haben, das gegen Odines Regeln verstieß, das tat mindestens genauso weh. Denn tief in ihrem Inneren wusste Amelie, die Regeln von Odine gab es nur aus einem Grund. Odine wollte Amelie damit beschützen. Und genau dafür liebte sie ihre Frau, ihre Mommy. Dafür, dass sie spürte, dafür, dass sie tief in ihrem Inneren die Gewissheit hatte, dass Odine sie immer beschützen würde.
„Und was schlägst Du vor?“, fragte Amelie nach.
„Klare Trennung. Alles, was ich sage, ist bis auf eine Ausnahme immer dienstlich.“
„Die da wäre?“
„Das Gespräch ist beendet, wir klären das zu Hause. Das ist der einzige Satz, der auf der Arbeit noch von deiner Mommy kommen wird. Alle anderen Dinge sind dienstlich.“
„Aber ich brauche Dich als Mommy, was ist, wenn wieder etwas passiert, wie am See.“
„Dann fahre ich Dich nach Hause und wir kümmern uns zu Hause darum. Dann hast du Gelegenheit, Dich wieder zu fangen.“
„Ehm, wird das die neue Methode? Mich aus den Situationen rausnehmen, die mich triggern?“
„Ja und dass ich vermeiden werde Dich zu triggern, solange bis wir Dienstschluss haben.“
„Aber eine Dienstanweisung nicht ausführen oder sich ihr zu widersetzen hat immer noch die gleichen Konsequenzen?“
„Ja, oder willst Du lieber einen Eintrag in deine Personalakte?“
„Nein, nein. Ich will nur verstehen, wie Du es Dir vorstellst, denn die Generalprobe haben wir wohl beide verkackt. Ich war ja auch nicht gerade respektvoll im Umgangston mit Dir.“
„Nein, das warst Du nicht. Aber ich habe auch dazu beigetragen“, versuchte Odine Amelie zu beruhigen.
Amelie nickte und fragte dann.
„Soll ich schon mal ins Schlafzimmer gehen?“
„Nein, Engelchen. Das wäre unfair. Wir haben beide keine Glanzleistung abgeliefert. Aber eine Frage hab ich noch.“

Wie wollt Ihr eure D/s- oder CG/l-Beziehung leben?

Richtig, welche Vorstellungen habt ihr? Klärt das mit eurem Partner ab. Findet einen Weg, findet euren Weg, um das, was ihr beide wollt, gemeinsam zu leben. Denkt dabei immer an Eure Bedürfnisse. Sowohl als Individuen als auch als Paar hat man Bedürfnisse, die gestillt werden müssen.

Schlusswort

Dieser Artikel richtet sich speziell an Paare, die über eine Veränderung ihrer Beziehung nachdenken, Was denkt Ihr? Wie seht ihr das? Was ist eure Meinung zu dem Thema? Ich freue mich auf eure Kommentare. Und wenn Ihr Euch noch weiter informieren wollt, kann ich Euch den Artikel darüber empfehlen ob im Rahmen einer D/s-Beziehung Caregiver-Little-Beziehungen eigentlich gesund sind.
In diesem Sinne
Seid Achtsam

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