Angebot des Monats: Hochzeit zu Dritt

Einfach Mal Selbst Gedacht Einfach Mal Selbst Gedacht von Daira Bär https://einfachmalselbstgedacht.com https://einfachmalselbstgedacht.com/2024/04/02/angebot-des-monats-hochzeit-zu-dritt/ Angebot des Monats

Angebot des Monats: Hochzeit zu Dritt

Einfach Mal Selbst Gedacht Einfach Mal Selbst Gedacht von Daira Bär https://einfachmalselbstgedacht.com https://einfachmalselbstgedacht.com/2024/04/02/angebot-des-monats-hochzeit-zu-dritt/ Angebot des Monats

Hallo,
auch diesen Monat gibt es wieder ein Angebot des Monats. Heute möchte ich Euch den Roman Hochzeit zu Dritt vorstellen. Es ist der zweite Band der Reihe: Odine und Amelie – Liebe mal anders. In dieser spannenden Geschichte wollten Odine und Amelie eigentlich ihre Hochzeit planen. Doch dann kommt ihnen ein Serienmörder in die Quere. Amelie muss lernen, das Eifersucht nichts Gutes bedeutet. Und beide Frauen lernen etwas über sich selber. Amelie erkennt, dass in ihr eine little steckt. Während Odine begreift, wie sehr ihre Art zu lieben der einer Mommy Domme entspricht. Können beide ihre andere Seite annehmen und finden sie einen Weg, um ein gemeinsames Leben in ihrem neuen Haus zu beginnen?

Leseprobe aus Hochzeit zu Dritt

„Amelie, Schatz, kannst Du bitte mal herkommen?“
Amelie schreckte auf, als sie Odines Stimme vernahm. Aber sofort antwortete sie ihrer Partnerin.
„Bin auf dem Weg.“
Amelie wollte keinen Ärger riskieren, wenn sie wieder mal keine verbale Antwort gab, also antwortete sie lieber schnell, und als sie bei Odine in der Grillecke mit den Holzmöbeln ankam, schaute sie nervös zu ihrer Partnerin rüber. Aber in den braunen Augen von Odine war nichts zu erkennen, das auf Ärger schließen würde. Also atmete sie erst mal durch. Anscheinend hatte Odine ihr kleines Geheimnis bisher nicht entdeckt.
„Setz Dich bitte, Kleines.“ Bei diesen Worten machte Odine eine einladende Handbewegung auf einen der Gartenstühle aus Holz, neben sich. Amelie zögerte nicht lang und setzte sich neben Odine.
„Amelie, ich werde nachher mal zu Kassy gehen, wenn ich wiederkomme, möchte ich, daß Du die Küche aufgeräumt hast, und so weit fertig bist, damit wir danach zur Arbeit können“, sagte Odine in einer festen Stimme.
Sie wollte eindeutig keine Diskussion mit Amelie führen. Aber Amelie wollte nicht alleine sein und den Haushalt schmeißen.
„Kann ich nicht mitkommen?“
„Nein, ich möchte alleine mit Kassy reden. Bitte tue, was ich sage, und diskutiere nicht mit mir.“
Obwohl Odine die Worte bewusst mit einem härteren Tonfall gesprochen hatte, lächelte sie Amelie an. Und es wirkte auch, Amelie merkte, daß sie hier nicht weiterkam, und nickte.
„Ist gut. Bin ich in Schwierigkeiten?“
„Nein, Schatz, bist Du nicht. Mach Dir keine Sorgen!“
Bei diesen Worten gab Odine Amelie einen Kuss auf die Stirn und lächelte sie an.
„Ich muss mir über einige Dinge klar werden. Daher brauch ich ein Gespräch mit Kassy.“
„Ist es wegen mir?“
„Nein, nicht wegen Dir. Eher wegen mir.“
Dieser Satz war nicht mal gelogen. Eigentlich wollte Odine einen Ratschlag, wie sie die Sache mit Amelie handhaben sollte, sie suchte einen Weg, um auf Nummer sicher zu gehen. Und vor allem suchte sie einen Weg, Amelie auf der Arbeit schützen zu können, wenn ihre Vermutung wirklich zutraf und in Amelie eine littleone steckte. Daher brauchte sie Kassys Rat.
„O.K., dann mach ich mich fertig und gehe rüber zu Kassy. Das Vormittagstraining wird ja auch gleich vorbei sein. Soll ich Valerie etwas ausrichten?“
„Muss Sie nicht wieder arbeiten?“
„Keine Ahnung!“
„Wenn sie da ist, richte ihr bitte schöne Grüße von Amy aus.“
„Amy?“
„Amy ist eine gemeinsame Freundin von uns.“, versicherte Amelie schnell und wurde leicht rot.
„Woher kennst Du Amy?“
„Ach, wir haben Amy im Internet kennengelernt, als ich mich ein wenig über D/s informiert habe.“
„Wieso hast Du mich nicht gefragt?“
„Weil ich einfach ein paar Antworten gesucht, habe und Valerie mir auch nicht alles beantworten konnte. Außerdem warst Du gerade beim Training und da wollte ich Dich danach nicht stören. Kassy hatte Dich an dem Abend vorher bereits so hart rangenommen.“
Odine hob die Augenbraue, sagte aber nichts. Sie wusste auch sofort, welcher Tag es war. Und ja, sie war erschöpft vom Training gekommen, und Valerie hatte an dem Abend eine Menge Zeit mit Amelie verbracht.
„O.K. Dann bin ich mal unter der Dusche.“
Mit diesen Worten gab Odine Amelie noch einen Kuss und ging in Richtung Badezimmer. Odine
duschte schnell und machte sich fertig. Sie zog sich eine Bluejeans und mit dem weißen Ledergürtel an, dazu eine weiße Bluse, welche sie über der Jeans trug, schminkte sich eben noch und ging zum Safe. Dort nahm sie ihre Dienstwaffe und den Ausweis heraus und ging und steckte beides ein. Sie schaute kurz in den Garten und sah, wie Amelie immer noch verträumt in den Garten schaute.
„Schatz, denkst Du bitte daran, worum ich Dich gebeten habe?“
„Ja, aber gib mir bitte noch einen Moment. Ich mach es, versprochen.“
Odine ging noch mal zu der blonden Frau und gab ihr einen langen Kuss.
„Danke.“
Dann verließ Odine das Haus und bog in die Querstraße ein. Sie musste nur zwei Straßen runterlaufen und war im Mukashi Dojo. Auf dem Weg dorthin schweiften ihre Gedanken immer mehr ab. Konnten die anderen recht haben? Hatte sie es wirklich übersehen? Wie konnte es sein? Odine erschrak, als sie mitbekam, daß sie direkt vor der Dojotür stand, und betätigte mechanisch den Klingelknopf. Einen Augenblick später, wurde die schwere Holztür aufgeschlossen und vor ihr stand eine Frau, Mitte dreißig, einen Kopf größer als Odine, mit braunen Haaren und blauen Augen.
„Hallo Odine, fürs Training bist Du etwas spät.“
„Ich weiß, bin auch deswegen nicht da. Können wir reden?“
„Klar, was ist los?“
„Sind Valerie und Gaby da, Kassy?“
„Nein, die sind auf der Arbeit, warum fragst Du?“
„Wenn ich ’nen Kaffee bekomme, erzähle ich Dir alles.“
„O.K., komm, wir gehen nach hinten.“
Odine betrat das Dojo, machte eine Verbeugung ins Halleninnere und zog die Schuhe aus. Danach gingen die beiden Frauen nach hinten in den Wohntrakt und Kassandra verschwand kurz in der Küche und kam dann mit zwei Pötte Kaffee wieder zu Odine, welche sich auf die Couch gesetzt hatte.
„Also muss ich Dir alles aus der Nase ziehen, oder fängst Du an, mir zu sagen, was los ist?“, fragte Kassandra.
„Kann es sein, dass Amelie wirklich eine littleone ist?“, schoss es aus Odine heraus.
Kassandra lehnte sich in der Couch zurück und fing an zu lachen.
„Hast Du Dir mal das Zimmer genau angesehen?“
Sofort erinnerte sich Odine an das heutige Gespräch mit Amelie und sagte nickend.
„Gerade heute Morgen.“
Kassandra beobachtete ihre Freundin und Meisterschülerin und meinte dann.
„O.K., nun mal der Reihe nach, was war vorgefallen und was ist heute Morgen passiert?“
Odine berichtete von dem Mordfall, ohne Details zu nennen und auch wo sie Amelie gefunden hatte. Aber auch von dem heutigen Morgen. Und Kassandra hörte erst mal nur zu, sagte aber kein Wort. Danach nahm sie einen Schluck von ihrem Kaffee und meinte dann zu Odine.
„Bist Du bereit, Mommy zu werden?“
Odine sah Kassandra fassungslos an.
„Wenn ich Amelie damit helfen kann, ja.“
„Es geht nicht nur um das Helfen, das weißt Du?“, mahnte Kassandra streng.
„Ja, ich weiß! Aber mein Fokus liegt nun mal auf Amelie. Ich liebe sie über alles.“
„Und meinst Du, ihr geht es anders? Wie soll sie sich Dir öffnen, wenn sie nicht versteht, daß Du mit der Mommy in Dir nicht nur keine Probleme hast, sondern es ein Teil von Dir ist.“
Odine lief rot an.
„Wie meinst Du das?“
„Ach komm, Du weißt so gut wie ich, wie besonders Deine Art von D/s ist!“, lachte Kassandra.
„Ja, Du hast ja recht. Kann Valerie mal mit Amelie darüber reden.“
„Meinst Du nicht, dass sie schon lange über MDLG reden?“
„Wie kommst Du darauf?“
„Nun zum einen, wegen der Zimmerdekoration. Zum anderen denke ich, daß wunde Hintern nicht ihr Hauptthema sind“, versuchte Kassandra die Stimmung aufzulockern.
„Du wusstest es, oder?“, fragend schaute Odine zu Kassandra.
„Ich wusste was?“, erwiderte Kassandra, Odines Frage.
„Dass ich in mir eine Mommy trage“, sagte Odine leise.
„Ja, seit dem Rummel, war ich mir sicher. Du warst so voller Fürsorge, aber Deine Strenge, sie machte den Unterschied. Es ging Dir nicht um Regeln, es war zu merken, wie es Dir um Amelies Sicherheit ging.“
„Ich liebe Amelie und ja, ich möchte mit ihr alt werden. Egal, wie viele Facetten ihrer Persönlichkeit, da noch zutage treten. Ich komme damit klar.“
„Nun, dann sag es ihr. Such das Gespräch mit ihr!“, meinte Kassandra und trank einen Schluck Kaffee.
„Muss das dieses Mal nicht von Ihr kommen?“, in Odines Stimme klang eine Unsicherheit mit.
„Muss ich Dir wirklich erklären, welchen Part Du hast, egal ob als Domme oder Mommy?“, ein sanfter Vorwurf, schwang in Kassandras Stimme mit.
„Gebauer wird sich wegschmeißen vor Lachen. Wenn er erfährt, wie Amelie wirklich tickt.“, grinste Odine.
„Meinst Du nicht, er weiß es schon lange. Ich meine, wir haben alle das Zimmer gesehen.“
Odine seufzte auf und meinte dann.
„Na ja, die Hochzeit wird dann wohl eher ’ne Hochzeit mit Kind.“, und lachte dann noch mal verlegen auf.
„Vielleicht wird es auch ’ne Hochzeit zu dritt, daran schon mal gedacht?“, sagte Kassandra.
„Wie meinst Du das?“
„Na Du und Amelie und Amelies kleine Seite. Das macht doch drei, oder?“
„Ach, und meine Mommy-Seite zählt gar net ?“
„Da Du die immer auf on hast, würde ich sagen nein.“, erwiderte Kassandra mit einem Grinsen.
Odine lehnte sich wieder in der Couch zurück und schaute zu Kassy rüber.
„Wir lieben, wen wir lieben, nicht weil, sondern trotzdem… Das hat Gebauer immer zu mir gesagt, als ich ihn damals fragte, warum er sich ausgerechnet in mich verliebt hatte.“
„Ja, und?“
„Gerade jetzt verstehe ich ihn besser als jemals zuvor.“
„Manche Lektionen brauchen eben etwas länger im Leben, bis man sie wirklich versteht.“
Odine konnte nur stumm nicken. Sie hatte noch nie etwas auf Konfessionen gegeben. Sie liebte, wen sie liebte. Das war bei Gebauer so, das war bei Moretti so. Und auch für Amelie galt dasselbe. Sie liebte Amelie. Und sie wollte von ganzem Herzen, dass Amelie glücklich war.
„Meinst Du wirklich, ich sollte das Gespräch mit Amelie suchen?“
Odine war sich unsicher, wie sie die Situation zu Hause auflösen sollte.
„Ja. Aber nicht sofort. Gib Amelie Zeit, das Erlebte heute zu verarbeiten. Du warst schon sehr deutlich.“
Zur gleichen Zeit bei Odine und Amelie. Amelie hatte sich aufs Bett gesetzt und war nachdenklich.
Odine hatte ihr deutlich zu verstehen gegeben, wie sehr sie die Sehnsucht von Amelie spürte. Wie sehr sie spürte, dass sich Amelie wünschte, mitunter noch mal klein zu sein. Ihr fehlte der Mut, Odine genau das einzugestehen. Tränen stiegen in Amelie auf. Sie schmiss sich aufs Bett und weinte hemmungslos. An die von Odine aufgetragenen Aufgaben war überhaupt nicht zu denken. Die Tränen liefen einfach nur. Tränen aus Verzweiflung, Tränen aus Wut. Tränen, Angst. Sie weinte einfach nur, bis sie total erschöpft war und einschlief. Amelie wurde erst wieder wach, als sie sanft von Odine geweckt wurde. Sofort fielen ihr die unzähligen Tempos neben Amelie im Bett auf. Odine begriff sofort, was passiert war. Sie setzte sich auf das Bett und zog Amelie sanft in ihre Arme.
„Shhh, Kleines, alles wird gut. Wir finden einen Weg. Ich bin für Dich da.“, gurrte sie sanft in Amelies Ohren. Diese wurde davon wach und bekam einen Schreck. Wie lange hatte sie geschlafen? Sie wollte nicht einschlafen. Sie hatte den Haushalt noch nicht gemacht. Amelie bekam Angst. Würde es Ärger geben? Unsicher schaute sie Odine an.
„Bist Du Böse?“
Sanft lächelte Odine .
„Warum sollte ich böse sein?“
„Weil ich den Haushalt nicht gemacht hab und auch nicht fertig bin?“, fragte Amelie unsicher?
„Nein, Schatz, ich bin nicht böse.“
„Danke, es war wirklich keine Absicht. Ich fühle mich nur gerade etwas…“
„… überfordert?“, vollendete Odine den Satz.
„Ja. Ich verstehe mich selber nicht. Und egal, wie viel ich mit Valerie darüber rede. Ich verstehe es einfach nicht.“
„Vielleicht gibt es Dinge, die man nicht verstehen kann, die man einfach nur fühlen kann?“
„Hm“, nickte Amelie und kuschelte sich tiefer in Odine ein.

Für mich ist das neben der Erkenntnis von Amelie, eine der Schlüsselszenen des Romans. Denn in einer Beziehung müssen ja beide erkennen, wer sie wirklich sind. Wie seht ihr das?
In diesem Sinne
Seid Achtsam

Einfach Mal Selbst Gedacht Einfach Mal Selbst Gedacht von Daira Bär https://einfachmalselbstgedacht.com https://einfachmalselbstgedacht.com/2024/04/02/angebot-des-monats-hochzeit-zu-dritt/ Angebot des Monats


Keinen Bock mehr, nicht auf dem Laufenden zu sein? Kein Problem. Abonniere doch Einfach Mal Selbst Gedacht und erhalte einmal im Monat die Zusammenfassung der neuen Artikel. Außerdem erfährst Du eine Menge Hintergrundinformationen über mich.
Zusätzlich gibt es noch einen Rabatt auf die Artikel im Merch-Shop von Einfach Mal Selbst Gedacht und die erste Buchbestellung über den Buchshop von Einfach Mal Selbst Gedacht ist ab einem Warenbestellwert von 14,49 € ist ebenfalls versandkostenfrei. Es lohnt sich also. Werde auch Du Teil der Community.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Entdecke mehr von Einfach Mal Selbst Gedacht

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner
×