Buchvorstellung – Tödliche Flitterwochen in Florida

Einfach Mal Selbst Gedacht Einfach Mal Selbst Gedacht von Daira Bär https://einfachmalselbstgedacht.com https://einfachmalselbstgedacht.com/2023/06/22/buchvorstellung-toedliche-flitterwochen-in-florida/ Buchvorstellung

Buchvorstellung – Tödliche Flitterwochen in Florida

Hallo liebe Leser, 

Heute möchte ich Euch endlich das neue Buch aus der Buchreihe Odine und Amelie – Liebe mal anders präsentieren.



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Es ist der letzte Band der Serie Odine und Amelie – Liebe mal anders. Aber keine Sorge es geht direkt weiter mit der neuen Reihe Odine und Amelie – ein kriminalistisches Duo. Der erste Band der Reihe lautet: Herbstalbträume.  

Klappentext:

Die Flitterwochen sind eigentlich etwas, das Spaß machen soll. Aber was sollen Odine und Amelie machen? Ihr Freund Archangel bittet sie um einen großen Gefallen. Bei einer Mordermittlung auf der von ihm geleiteten Airforce Base in Florida ist neben einer männlichen Leiche ein Entführungsopfer gefunden worden. Können Odine und Amelie den Fall lösen?

Vorab möchte ich Euch gerne etwas mit dem Klappentext und der Leseprobe hier anteasern. Ich freue mich über Eure Rückmeldungen und Bewertungen. Ihr wisst schon. Da war so eine kleine Bitte diesbezüglich. Und natürlich gibt es auch zu diesem Roman um Odine und Amelie einen Trailer den ich Euch gerne hier präsentieren möchte.

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Auf jeden Fall wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen des neuen Abenteuers von Odine und Amelie. Und hier geht es weiter zur Leseprobe

Leseprobe

Einfach aufklappen, um zur Leseprobe zu gelangen.

Tödliche Flitterwochen in Florida

Teil 3 der Serie: Odine und Amelie – Liebe mal anders

Daira Bär

Vorwort

Flitterwochen sollen ja etwas Schönes sein. Aber leider erleben Odine und Amelie, daß ihre Flitterwochen auch ganz schnell tödlich werden können. Erst recht, wenn der Daddy von Odines bester Freundin Kassandra die beiden Polizistinnen bittet, auf der von ihm geleiteten Air Force Base in einem Mordfall und einer schweren Misshandlung zu ermitteln. Zusammen mit der Adjutantin von General Frank Coldsmith-Briggs II, First Lieutenant Antonia Sanchez ermitteln die beiden deutschen Polizistinnen und müssen feststellen, daß nicht alles, was sich Daddy nennt, auch so verhält. Amelie muss selber lernen, daß eine Mommy sich immer so verhält, auch wenn sie nicht so genannt wird. Und die Frage aller Fragen ist, wird die überlebende littleone jemals wieder vertrauen können? Und wenn ja, wem? Diese und viele weitere Fragen werden in diesem Band geklärt.

Mit diesem Band wird die Geschichte um das Polizistinnenduo weiter erzählt.

Kapitel 1: Flitterwochen könnten so schön sein

Nachdenklich saß Antonia an ihrem Schreibtisch auf der Eglin Airforce Base. Sollte sie wirklich ihren Commanding Officer General Frank Coldsmith-Briggs II, Rufname Archangel, anrufen? Er hatte ihr klar gesagt, daß er erwartete, daß sie den Laden während der Hochzeitsfeier von Odine und Amelie alleine schmiss. Aber er hatte mit Sicherheit nicht damit gerechnet, was der First Lieutenant vor einer Stunde vorgefunden hatte.
Die junge Frau, welche die Militärpolizei neben der Leiche eines anderen schwer misshandelten jungen Mannes in kindlicher Kleidung gefunden hatten, berührte First Lieutenant Antonia Sanchez. Die Narben am Körper von Sarah McDermott waren stumme Zeugen der Qualen, welche die Frau hatte erleiden müssen. Und das machte sie wütend. Denn das alles geschah hier, hier vor ihren Augen auf der Eglin Airforce Base. Die schwarzhaarige Hispania-Amerikanerin haute mit der Faust auf den Tisch in ihrem Büro. Entschlossen ging sie in das Büro ihres Generals und Mentors. Dann wählte sie die Nummer ihres Vorgesetzten.
„Coldsmith-Briggs!“, kam die sonore Stimme des Generals vom anderen Ende.
„Frank, sorry, daß ich anrufe“, begann Antonia das Gespräch.
„Toni, was ist los. Du rufst nicht ohne Grund an.“, die Stimme des Generals klang besorgt.
„Wir haben hier echt einen Haufen, einen riesigen Haufen von Bullenmist.“, sagte Antonia zu ihrem Freund und Vorgesetzten.
„Toni, erzähl schon!“, forderte Archangel sie auf.
Antonia Sanchez begann ihrem Vorgesetzten alles zu berichten. Sie ließ nichts aus. Jedes kleinste Detail sollte er wissen. Denn die Entscheidung, wie es weitergehen sollte, würde in seinen Händen liegen.
„Verdammter Mist. Ich bin so schnell wie möglich da. Und stelle bitte zwei Sonderausweise für externe Ermittler aus“, antwortet Archangel, als Antonias Bericht gehört hatte.
„Auf welchem Namen?“
Archangel gab ihr die Namen der Ermittler und sagte, daß er mit den Ermittlern den schnellstmöglichen Flug zur Base nehmen würde.

Archangel saß im Ledersessel seines Büros und starrte auf das Telefon. Das durfte einfach nicht wahr sein? Wie konnte das passieren? Odine und Amelie waren gerade eine Woche verheiratet und eigentlich würde den beiden nun eine ausgedehnte Flitterwochenreise durch die USA zustehen. Das hatte er Ihnen versprochen. Aber nun so was. Bei einem solchen Fall benötigte er jemandem, der sich mit der Materie auskannte und vor allem, dem er wirklich vertraute. Und die beiden Polizistinnen waren seine erste Wahl. Frank Coldsmith-Briggs II atmete tief durch. Dann ging er die Treppe hoch ins Gästezimmer. Die beiden waren nicht da. Na, schön, dann sind sie wohl am Strand, dachte er bei sich und ging hinunter zum weißen Sandstrand Kaliforniens. Und wirklich, dort lagen die beiden in der Sonne zusammen mit seiner Frau Erika und genossen das herrliche Wetter.

Archangel ging direkt zu Odine und Amelie. Er setzte sich nicht hin, meinte dann aber kurz zu Odine.
„Können wir in meinem Büro reden.“
„Klar, allein?“
„Nein, Amelie, komm bitte auch mit“, wandte er sich an Amelie.
Die beiden Frauen standen auf und gingen dann ins Archangels Büro. Frank Coldsmith-Briggs II setzte sich wieder in seinen ledernen Bürosessel und deutete den beiden Frauen an, daß sie sich auch setzten möchten. Sie taten es sofort Sowohl Odine als auch Amelie erkannten, daß es etwas nicht stimmen konnte. Kassandra Heinzes Ziehvater war sehr ruhig geworden. Odine wollte dem Ziehvater ihrer besten Freundin Zeit geben, um sich zu sammeln. Aber Amelie platzte direkt raus.
„Also Frank, was ist los?“
Archangel atmete auf. Dann fing er an, zu erzählen.
„Ich hatte eben einen Anruf von meiner Adjutantin Toni auf der Airbase. Und was sie mir erzählt hat, war nicht schön. Es gab einen Mord bei mir auf der Base. Und das Opfer ist ein little.“
„Ach Du heilige …“, zu mehr kam Amelie nicht, da sie sofort von Archangel und auch Odine einen neugierigen Blick erntete.
„Genau so, oder so ähnlich hat Toni es beschrieben.“, überging Frank Amelies beinahe ausgesprochenen Fluch.
„Aber es wird noch besser. Toni hat eine weitere Little neben der Leiche gefunden. Sie ist vollkommen verstört und will mit keinem Mann reden.“
„Verständlich!“, erwiderte Odine.
„Ja, erschwerend kommt hinzu, daß wir keine Papiere haben und die Kleine mit keinem der ermittelnden Militärpolizisten redet.“, ergänzte Frank.
„Hm, ’ne Ahnung, woran das liegt?“, fragte Amelie.
„Ja, die ermittelnden MP’s sind alles Männer.“, gab Frank zerknirscht zu.
„Dann nehmt eine Frau.“, konterte Odine.
„Haben wir nicht“, antwortete Frank.
„Dann lass Toni die Befragung machen“, schlug Amelie vor.
„Das verstößt gegen das Protokoll. Es muss ein ermittlungstechnisch geschultes Personal sein.“, sagte Frank zerknirscht.
„Dann habt Ihr echt ein Problem“, antwortete Odine.
„Ja, haben wir. Daher meine Bitte. Würdet ihr beide als Sonderermittler aushelfen?“, fragte Archangel die beiden.
„Oh Mann, echt. Wir haben Urlaub! Und außerdem sind das unsere Flitterwochen.“, wurde Amelie beinahe laut.
„Amelie, beruhig Dich.“, Odines Tonfall wurde etwas strenger.
„Frank, Du weißt hoffentlich, was Du da von uns verlangst?“, fragte Odine den Mann, der sie beide hier getraut hatte und dem sie ihr Leben verdankte.
„Ja, ich weiß es und es tut mir leid, aber ich kenne niemanden, dem ich den Fall ansonsten anvertrauen würde“, gab Archangel geknickt zu.
„In Ordnung, wir machen es aber unter einer Bedingung. Deine Adjutantin ist bei den Ermittlungen beteiligt.“
Archangel lachte auf. Dann aber sagte er.
„Klar, das wäre mir sehr lieb. Ihr werdet Toni mögen, sie ist tough.“
„Wie tough, tough genug, um mit einer verängstigten little umgehen zu können?“, hakte Amelie nach.
„Auf jeden Fall. Auch wenn sie sich derzeit noch vor der Verantwortung drückt.“
Odine und Amelie sahen sich an und grinsten.
„Seid ihr in der Führungsriege eigentlich alle BDSMler?“, platzte es bei Amelie dann heraus.
„Viele ja. Aber ich glaube, es gibt da noch einen Ausbilder, der Vanilla ist. Aber das wäre dann glaube ich der Letzte.“, lachte Frank.
Die beiden Frauen fielen mit in sein Gelächter ein.
„Wann müssen wir eigentlich los?“, fragte dann Odine.
„So schnell wie möglich. Sobald wir ’nen Flug zur Base haben, fliegen wir alle los.“
„Alle? Auch Erika?“
„Ja, wir haben ein kleines Haus auf der Base.“
„Können Amelie und ich eine eigene Wohnung bekommen?“, fragte Odine.
„Ja, das klärt aber mit Toni ab. Sie macht die Belegungen.“
„Danke.“
„Wie geht es jetzt weiter?“, fragte Odine.
„Ich bestelle einen Flug für uns alle, und dann rede ich mit Erika. Sie hatte sich sehr darauf gefreut, daß wir hier einen langen Urlaub haben.“, antwortete Frank.
„Wird es Ärger geben?“, fragte Amelie nach.
„Warum fragst Du?“, hakte Archangel nach.
„Weil ich mich mit Erika ein wenig angefreundet habe. Und ich hoffe, daß sie es versteht.“, gab Amelie ehrlich zu.
„Ich werde es ihr erklären, ich weiß nur nicht, ob sie es verstehen wird. Und ob es gut wäre ihr zu erklären, warum wir zurückmüssen.“, gab Frank zu.
„Vielleicht wäre diese Ehrlichkeit genau das, was gut wäre, Frank.“, antwortete Odine.
„Wie meinst Du das?“, wollte Archangel wissen.
„Darf ich?“, Amelie schaute fragend zu Odine, sie hatte Odines Ansatz verstanden.
„Ja, klar.“, lächelte Odine zu ihrer Frau.
„Schau mal Frank, Erika und ich haben beide eine kleine Seite in uns. Ebenso hat auch das überlebende Opfer anscheinend diese Seite. Meinst Du nicht, daß es in Erika Mitgefühl auslöst, wenn Du ihr sagst, daß Du dem Opfer helfen willst, und den Menschen erwischen willst, der das Opfer so hat leiden lassen?“, gab Amelie Frank zu bedenken.
„Du hast recht. Aber ich würde Erika gerne von solchen Dingen beschützen.“, sagte Frank zerknirscht.
 Und Amelie musste auflachen, bevor sie antwortete.
„Frank, bei aller Liebe, die aus diesem Satz kommt. Ihr zwei könnt uns nicht vor allem beschützen. Ihr könnt nicht verhindern, daß wir schlimme Dinge erfahren. So wenig wie wir verhindern können, daß wir ab und an eine schmerzende Kehrseite haben. Beides ist nicht realistisch. Aber ihr könnt eines machen. Wenn das, was wir erfahren, uns Angst macht. Seid für uns da. Nehmt uns in den Arm. Haltet uns fest. Zeigt uns, daß wir in euren Armen, den sichersten Platz auf dieser Welt haben.“

Frank seufzte auf und sah dann zu Odine rüber.
„Deine Frau ist verdammt weise.“
„Ich weiß, Frank, ich weiß. Und ich bin gerade mächtig stolz auf sie.“, damit ergriff Odine Amelies Hand und drückte sie ganz fest.
„Alright. Dann werde ich gleich mit Erika reden. Helft ihr mir?“
„Ja, das tun wir, Frank.“, antwortete Odine.
„Amelie, hilfst Du mir auch?“, schaute Frank zu Amelie.
„Nein, aber ich helfe dem armen Ding, was bei Euch total verängstigt auf der Base ist.“, erwiderte Amelie.
Odine sah zu Amelie rüber. Das war also die Antriebsfeder für ihre Frau. Sie fühlte mit den Opfern mit. Die Täter waren ihr egal. Darum hatte sie damals Drafi Majewski im Verhör so behandelt. Darum hatte sie die Strapazen der Jagd nach Junovic auf sich genommen, obwohl es sie so viel Kraft gekostet hatte. Sie wollte, daß das Leid für die Opfer ein Ende hatte.
Frank jedoch lachte auf und meinte.
„Um mehr habe ich nie gebeten. Helft mir der Kleinen zu helfen.“, nach dem Satz stand er auf und ging zu seiner Frau an den Strand. Odine sah Amelie nachdenklich an. Dann meinte sie.
„Schatz, lass es nicht so nah an Dich ran.“
„Was meinst Du?“, fragte Amelie.
„Du leidest mit den Opfern. Das tut Dir nicht gut.“, erwiderte Odine sanft.
„Ja, das tue ich. Das ist der Grund, warum ich Polizistin bin. Ich will den Opfern helfen, das Erlebte zu verarbeiten. Ich will dafür sorgen, daß sie damit abschließen können.“, antwortete Amelie mit fester Stimme.
„Warum?“, fragte Odine ihre Frau.
„Warum was?“, Amelie verstand die Frage ihrer Frau nicht und fragte nach.
„Was ist vorgefallen, daß Du so viel Empathie für die Opfer, aber keine für die Täter hast?“
„Das ist eine lange Geschichte. Eine, die ich noch nicht erzählen kann, aber ich werde es Dir erzählen.“
„Das ist in Ordnung, Schatz. Du kannst jederzeit mit mir darüber reden. Wann immer Du möchtest.“, sagte Odine mit sanfter, fürsorglicher Stimme zu Amelie und griff ihre Hand.
„Schatz, bist Du sauer auf mich?“, fragte Amelie besorgt.
„Nein, warum sollte ich sauer sein?“, fragte Odine erstaunt.
„Weil ich Dir nie gesagt habe, warum ich zur Polizei bin.“, Amelies Stimme brach bei den letzten Worten.
„Ich habe Dich nie gefragt, oder?“, antwortete Odine mit immer noch sanfter Stimme.
„Nein, daß hast Du nicht.“, sagte Amelie leise.
„Warum sollte ich denn sauer sein? Du hast mich nicht angelogen, und wir beide haben viel im Leben bereits erlebt. Ich vertraue darauf, daß Du zu mir kommst, wenn Du mir etwas erzählen möchtest.“, fuhr Odine mit ihrer Antwort fort.
Amelie stand aus ihrem Stuhl auf und setzte sich auf Odines Schoß.
„Danke. Gib mir bitte etwas Zeit, ich werde Dir alles erzählen, wenn ich so weit bin. Versprochen!“ Dann umarmte Amelie ihre geliebte Frau und gab ihr einen langen Kuss.

Währenddessen hatte Frank seine Frau Erika am Strand gefunden. Sie baute gerade eine Sandburg. Frank atmete durch, als er zu Erika kam.
„Schau mal, ich baue uns hier gerade eine Sandburg.“, lächelte Erika ihn an. Es war zu merken, daß Erika wirklich entspannt und glücklich war.
„Die sieht toll aus, Schatz“, lächelte Archangel und ja, der große Burggraben und die sechs Türme, die Erika auf die Sandburg gebaut hatte, machten sie schon imposant. Dazu kamen die Muschelverzierungen an der Außenwand, für die Erika bestimmt stundenlang den Strand abgesucht hatte. Frank räusperte sich und sagte dann mit sanfter, sonorer Stimme.
„Schatz, wir müssen reden.“
„Oh, oh. Hab’ ich was angestellt?“, Erika bekam Sorge, daß sie wieder mal zu weit gegangen war, auch wenn sie gerade nicht wusste, womit das der Fall gewesen sein sollte.
„Nein, Schatz. Du bist gerade ein sehr braves Mädchen. Alles ist gut.“
„Warum bist Du dann so ernst?“
„Weil wir wieder auf die Base müssen, schon morgen.“
„Nein! Nein! Das will ich nicht, ich will noch Zeit mit Amelie und auch Odine.“, fing Erika zu zetern an. Frank musste schmunzeln, denn genau diesen Aufstand hatte er erwartet. Er nahm Erikas Hände und schaute ihr tief in die blauen Augen.
„Erika, lass es mich Dir bitte erklären.“, seine Stimme war sanft, liebevoll und Erika war irritiert.
„Erklär es mir Daddy.“, sagte sie dann und versuchte sich zu beruhigen.
Frank wurde etwas nervös, als er begann, zu erklären.
„Ich hatte vorhin einen Anruf von Toni.“
„Wie geht es Toni, kommt sie gut klar auf der Base?“, erkundigte sich Erika.
„Nein, sie kommt nicht gut klar, es gibt Probleme, Probleme, die sie nicht alleine lösen kann.“, darum müssen wir auch zurück.
„Sagst Du nicht immer, daß wir an unseren Aufgaben wachsen?“
„Ja, das stimmt. Aber in dieser einen Sache, da nehme selbst ich Hilfe in Anspruch.“
„Du?“, mit großen Augen sah Erika ihren Mann und Daddy Dom an. Wieso nimmst Du Hilfe in Anspruch? Und Hilfe von wem?“
„Ich habe Odine und Amelie um Hilfe gebeten.“, lächelte Frank.
„Ohhh. Was ist passiert, nun sag schon.“

Frank fing vorsichtig an zu erklären, ließ aber einige Details aus. Er wollte seine Frau nicht beunruhigen und wenn es zu grausam wäre, würde das genau passieren. Was er nicht verschwieg, war Tonis Vermutung, daß es sich bei beiden Opfern um Littles handeln könne.
„Daddy, das ist furchtbar. Der Kleinen muss geholfen werden.“, in Erikas Augen sammelten sich Tränen.
Frank zog seine Frau an sich und hielt sie ganz fest in den Armen, gab ihr einen Kuss auf das Haar, als sie sich bei ihm einkuschelte und meinte.
„Genau deswegen müssen wir los. Verstehst Du das?“
„Ja, natürlich. Auch wenn es doof ist, daß der Urlaub zu Ende ist“, antwortete Erika.
„Hilfst Du mir beim Packen?“, fragte Frank seine Frau.
„Wann fliegen wir?“, antwortete Erika mit einer Gegenfrage.
„Sobald wir ’nen Flug nach Eglin bekommen.“, meinte Frank knapp.
„Hast Du schon angefragt?“
„Nein, wollte vorher mit Dir reden.“
„Danke. Danke für dein Vertrauen und ja ich werde Dir helfen, aber auch der Kleinen. Ich glaub’, sie wird Freunde brauchen.“, sagte Erika mit Wehmut in der Stimme.
„Wie kommst Du darauf?“
„Denk mal nach, Daddy. Wenn ich etwas Schlimmes erlebe, wann geht es mir besser?“, fragte Erika.
„Wenn wir geredet haben.“
„Ja, und wen hat sie zum Reden?“
„Im Moment nur Toni“, antwortete Frank
„Das ist doof. Toni ist Autorität, eine Domme. Sie strahlt das aus. Die Kleine braucht, wen auf Augenhöhe.“, sagte Erika.
„Du hast recht.“
„Ich muss nachher mal mit Amelie reden. Denke, wir beide sollten das zusammen machen.“
„Was zusammen machen?“
„Der Kleinen Freundinnen sein.“, antwortete Erika.
„Warum zusammen?“, fragte Frank nach.
„Weil ich glaube, daß es mich alleine überfordern würde und Amelie auch. Sie hat selbst erst Schlimmes durchmachen müssen.“
„Einverstanden, meinen Segen habt ihr.“, lächelte Frank.
„Deinen? Und Odines?“, hakte Erika nach.
„Da musst Du sie schon selbst fragen.“, lächelte Frank seine Frau an.
„Hoffentlich stimmt sie zu.“, seufzte Erika.
„Das wird sie sicher, wenn Du ihr sagst, daß ich einverstanden bin.“, machte Archangel ihr Mut.
„Nach dem Packen?“, fragte Erika.
„Geh ruhig gleich hin. Ich fang’ schon mal an zu packen.“
„Aber nicht meinen Koffer packen, das mach’ ich selbst.“, grinste Erika.
„Nein, nein. Keine Sorge“, lachte Frank und kitzelte Erika etwas, damit sie aufstand, was sie auch tat.
„Ich gehe eben zu den beiden“, fragend sah sie ihren Mann an.
„Schon gut. Flitz los!“, lächelte Frank.
Erika ging wieder zurück Richtung Haus und wurde etwas nervöser. Würde Amelie ihr überhaupt helfen wollen? Und was, wenn Odine nein sagen würde? Odine beschützte Amelie genauso, wie Frank es bei ihr tat. Hoffentlich würde Odine dem Plan zustimmen. Hoffentlich. Mittlerweile war Erika an der Tür von Odine und Amelies Gästezimmer angetroffen. Nervös klopfte sie an den Türrahmen der offenen Tür.
„Kann ich mit Euch reden?“, fragte sie nervös.
„Klar, komm, setz Dich.“, bot Amelie ihr an.
„Was ist los?“, fragte Odine.
„Ich will Euch helfen. Vor allem aber der Kleinen.“, antwortete Erika knapp.
„Weiß Frank davon?“, fragte Odine.
„Ja, er ist einverstanden. Aber ich kann das alleine nicht, daher wollte ich Dich und Amelie fragen, ob ihr mitmacht. Und Odine, vor allem, ob Du es erlaubst“, Erikas Stimme wurde immer leiser, als sie diese Worte sprach.
„Was hast Du denn vor?“, fragte Amelie, welche neugierig geworden war.
„Ich dachte mir, wenn ich in der Situation der Kleinen auf dem Stützpunkt wäre. Dann würde ich als Erstes gerne eine Freundin, oder mehrere haben wollen. Und da habe ich daran gedacht, daß wir beide. Du und ich, uns anbieten“, antworte Erika zu Amelie.
„Vorausgesetzt Du erlaubst es Amelie.“, fragend sah Erika zu Odine.
„Klar, warum sollte ich Ihr das verbieten?“, fragte Odine Erika.
„Na, ja. Es wird nicht einfach sein. Immerhin werden wir da eine Menge unschöne Dinge zu hören bekommen.“
Odine setzte sich aufs Bett und klopfte neben sich.
„Komm mal zu mir, Erika, bitte.“
Verwundert folgte Erika der Aufforderung von Odine und setzte sich neben sie auf das Bett.
„Schau mal, Amelie wird durch die Ermittlungen ohnehin einige unschöne Dinge erfahren. Und ja, es macht mir etwas Sorge. Aber ich weiß, sie wird immer zu mir kommen, wenn so was ist. Und genau darauf verlasse ich mich. Ich vertraue ihr, daß sie zu mir kommt. So wie Frank darauf vertraut, daß Du zu ihm gehst. Also ja, für mich ist es in Ordnung. Wenn Amelie das auch will, könnt ihr das gerne versuchen.“
„Danke.“, mehr bekam Erika nicht raus.
„Ich bin dabei, Erika.“, mischte sich nun auch Amelie in das Gespräch mit ein.
„Ich könnte ’ne Umarmung gebrauchen“, meinte Erika.
Ohne ein Wort zu sagen, umarmten Odine und Amelie Erika und hielten sie einfach nur fest. Erika schmolz förmlich in den Armen von den beiden dahin. Sie war dankbar dafür, daß Amelie ihr helfen wollte und daß Odine dieses auch erlaubte. Nach einer gefühlten Ewigkeit klopfte Archangel an den Türrahmen und meinte: „Abflug morgen Nullneunhundert, wir müssen also um Nullsiebenhundert am Flughafen sein.“
„Fliegen wir Linie?“, fragte Odine.
„Nein, ich habe keinen Flieger bekommen. Die Base schickt eine Gulfstream.“
„Eine Gulfstream? Was ist das?“, fragte Amelie.
„Eine Gulfstream ist ein Privatflugzeug für Geschäftsreisende. Daddys Einheit unterhält eines“, antworte Erika.
„Wann müssen wir los?“, fragte Odine Frank.
Die Fahrt dauert 30 Minuten. Und wir fliegen morgen früh.“
„Dann sollten wir jetzt Abendessen und dann gehen die Kleinen ins Bett. Was meinst Du?“, Odine schaute Frank fragend an.
„Da bin ich deiner Meinung“, sagte Archangel trocken.
„Hey, werden wir nicht gefragt?“, protestierte Amelie.
Erika lief rot an. Sie wusste, daß bei Frank Coldsmith-Briggs II diese Diskussion immer schmerzhaft endete und schüttelte leise den Kopf. Aber Amelie war gerade nicht so weit, daß sie das noch sehen konnte. Sie wollte den letzten Tag am Strand noch genießen. Odines Augen wurden dunkler, ihre Stimme wurde strenger, als sie ihre Hand unter Amelies Kinn legte und dabei Amelies Kopf so drehte, daß sie Odine in die Augen sehen musste.
„Schatz, Du hast heute so einen guten Tag hingelegt. Lass es nicht mit einer Diskussion enden.“
„Aber…aber…“
„Willst Du hier wieder den Aber-Pinguin machen? Das war das letzte Mal auch nicht wirklich zielführend, oder?“
„Nein, war es nicht.“, gab Amelie zerknirscht zu.
„Und meinst Du, ich würde Dir dieses Mal den Aber-Pinguin durch-gehen lassen, wenn ich denke, daß Du zu Bett gehen solltest?“
Amelie lief rot an. Nein, Widerspruch würde Odine niemals durchgehen lassen, dessen war sie sich sicher.
„Nein.“
„Nein, was?“
„Nein, würdest Du mir nicht durchgehen lassen.“
„Also, was soll der Miniaufstand?“
„Ich möchte Dir gerne etwas erzählen heute Abend.“, gab Amelie kleinlaut zu.
„Das kannst Du auch morgen, wenn wir alle ausgeschlafen im Flugzeug sitzen.“, lächelte Odine.
„Versprochen?“, fragte Amelie unsicher.
„Ja, wirklich, ganz fest versprochen. Du kannst es mir morgen beim Flug erzählen.“
„Hm. Aber nicht vergessen!“, meinte Amelie.
„Amelie, nein, ich werde es nicht vergessen. Versprochen.“
„Gut. Denn ich möchte Dir das Warum von der Frage vorhin erklären.“, sagte Amelie kleinlaut.
„Alles gut. Ich vergesse das nicht. Versprochen.“, mit diesen Worten gab Odine Amelie einen sanften Kuss auf die Stirn.
Erika und Archangel hatten die Szene beobachtet und lächelten sich an. Die beiden waren ein tolles Paar. Und Erika hatte die beiden richtig lieb gewonnen.
„Dann lasst uns etwas zu essen zubereiten, was haltet ihr davon?“, meinte Archangel.
„Woran dachtest Du?“, fragte Odine Frank
„Keine Ahnung lass uns in die Küche gehen und schauen, was da ist.“
„Dürfen wir uns etwas wünschen?“, fragte Erika.
„Kommt darauf an, wenn wir alles da haben gerne.“, antwortete Frank
„Schnitzel mit Kartoffelsalat.“, kam es bei Amelie und Erika wie aus einem Munde.
Odine lachte auf.
„Hast Du Schweinelachs da?“
„Ja, den sollte es morgen als Braten geben.“
„Kartoffeln?“
„Logisch.“
„Hilfst Du mir in der Küche?“
„Natürlich, aber meinst Du, wir können die beiden alleine lassen?“
„Klar, die beiden wollen den Flug morgen sicher nicht mit ’nem roten Po erleben!“, lachte Archangel.
„Wir sind brav, versprochen!“, beeilte sich Amelie schnell zu versichern. Sie wollte es wirklich nicht riskieren, mit schmerzendem Hintern zu fliegen.
„Wir packen schon mal, was meinst Du Amelie?“, meinte Erika zu Amelie.
„Gute Idee. Nach Schnitzel und Kartoffelsalat bin ich immer pappsatt und müde.“, antwortete diese.

Und so bereiteten Odine und Archangel das Essen zu, während Amelie und Erika anfingen, ihre Koffer zu packen. Die beiden hatten dabei so viel Spaß, daß ihr Lachen durch das ganze Haus hallte.
„Na, die beiden haben aber mächtig Spaß!“, lachte Archangel, als er die Kartoffeln in Scheiben schnitt.
„Ich gönne es Ihnen. Was die beiden vorhaben, wird eh noch ’ne Menge Tränen geben und anstrengend für die beiden. Sollen sie doch ihren Spaß heute Abend haben.“
„Du hast der Sache zugestimmt?“, fragte Archangel.
„Ja, Amelie fühlt eh mit den Opfern. Und ich denke wirklich, das Mädchen braucht Freunde. Es wird wahrscheinlich vor jeder Form von Dominanz zurückschrecken.“, antwortete Odine.
„Na, wenn Du Dich da nicht irrst.“, kommentierte Archangel.
„Wie meinst Du das?“
„Toni ist eine FemDomme und das Mädchen redet nur mit ihr. Ich tippe eher, daß es vor männlicher Dominanz zurückschreckt.“
„Hm, kann sein. Dennoch, für ein normales Leben braucht man Freunde. Und Erika braucht auch eine Freundin, wenn wir wieder weg sind.“
„Stimmt, Du hast recht.“

Das Abendessen verlief friedlich und am Schluss meinte Archangel zu Odine.
„Danke für das Rezept. Ich glaub’, das gibt es jetzt öfter.“
„Kein Thema, danke für Eure Gastfreundschaft“, erwiderte Odine.

Alle zusammen machten den Abwasch und danach gingen Archangel und Odine mit Amelie und Erika hoch, um auch ihre Sachen zu packen. Die beiden hatten aber auch deren Koffer schon gepackt und so stand Odine einen Moment später am Türrahmen von Archangel und Erika und meinte.
„Haben sie auch für Dich gepackt?“
„Ja, anscheinend nehmen die beiden das wichtiger, als wir dachten.“
„Das Gefühl hab’ ich auch. Schlaft gut ihr zwei.“
Mit diesen Worten verabschiedete sich Archangel für die Nacht von Odine.
„Ihr zwei auch“, lächelte Odine.

Ich wünsche Euch mindestens so viel Spaß beim Lesen, wie ich ihn beim Schreiben hatte.
In diesem Sinne
Seid Achtsam

Das sagen meine Leser

Ich trage gerade die Bewertungen der Leser auf allen Plattformen zusammen. Damit könnt ihr sie auch hier lesen, oder direkt eine Bewertung eintragen. Bitte schreibt immer den jeweiligen Roman mit dazu.

4,8
4,8 von 5 Sternen (basierend auf 13 Bewertungen)
Ausgezeichnet85%
Sehr gut15%
Durchschnittlich0%
Schlecht0%
Furchtbar0%

Spannende Buchreihe

3. November 2025

Habe alle 6 Bücher nacheinander gelesen! Wahnsinn im positiven sinne! Hoffe die Geschichte geht weiter.. nur um zu erfahren wie es mit vertrauen weitergeht. Aber ich denke der letzte akt hat amelie die Augen geöffnet.. hoff ich.. klein amy ging mir sehr ab..

Hoffe es gibt nach dem Cliffhänger eine Fortsetzung wenigstens wegen odine und amelie. Und ich denke odine wusste dass amelie nicht ruhig sitzen bleiben wird..

Andrea

Neugierig und positiv überrascht (Durch Dich bin ich ein besserer Mensch)

28. Mai 2025

Das Buch dreht sich um das Thema Caregiver/littleone, womit ich bisher keine Berührungspunkte hatte. Umso neugieriger war ich, was da auf mich zukommt und ich wurde positiv überrascht. Die Story is trotz des eher speziellen Themas leicht und spannend geschrieben, ohne künstlich oder übertrieben zu wirken. Wer sich für diese besondere Beziehungsform interessiert oder wie ich einfach nur neugierig ist, wie sich so ein Thema in einen Krimi integrieren lässt, dem kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

Sarah

Ein Buch mit einer etwas anderen Beziehung (Durch Dich bin ich ein besserer Mensch)

9. April 2025

Ich bin eigentlich nicht der Krimi Roman Leser, habe allerdings dieses Buch gekauft, wegen dem Caregiver / Little Aspekt – da ich hier einfach neugierig darauf war. Der erste Band ist relativ schnell lebig, die Situationen fließen dahin, dass ist für Menschen, die sich langsam entwickelnde Bindungen mehr mögen, nicht so von Vorteil. Aber wer lieber gerne Aktion auf Aktion mag, ist hiermit gut bedient. Ich fühlte auch mit den Charakteren ein wenig mit, hätte Amelie am liebsten selbst manchmal über das Knie gelegt. Und ich habe das ein oder andere gefunden, dass ich für mich selbst mitnehmen konnte.

Zum Krimi Inhalt möchte ich nichts sagen, da es einfach nicht so mein Gebiet ist. 🙂 Der erste Band ist relativ schnell lebig, die Situationen fließen dahin, dass ist für Menschen, die sich langsam entwickelnde Bindungen mehr mögen, nicht so von Vorteil.

Fuchsherz

Uff (Der Harkekin und seine Julia)

19. Mai 2024

Dass es bei Odine und Amelie oft turbolent ist, kennen wir ja schon. Aber diesesmal war es echt eng. Ich kann nichts anderes sagen als dass dieses Buch für alle DDlg/CGLO eine Bereicherung sein kann. Ich für meinen Teil bereue den Kauf in keinster Weise und freue mich jetzt schon auf das nächste Abenteuer.

Marie

Harlekin und seine Julia

12. Februar 2024

Tolles Buch, genau wie die vorherigen. Ich hoffe sehr, es gibt noch Fortsetzungen

Helga
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