
Angebot des Monats: Durch Dich bin ich ein besserer Mensch
Hallo liebe Leser,
einmal im Monat möchte ich Eure Aufmerksamkeit auf ein Buch oder ein Buchpaket lenken. Und wie könnte ich besser anfangen als mit dem Buch, mit dem alles angefangen hat. Das Buch, mit dem die Reise von Odine und Amelie begonnen hat. Ich rede von Durch Dich bin ich ein besserer Mensch. Als Autorin zu sagen, ich mag meine Romane nicht, wäre fatal. Aber in dem Fall ist es eh das Gegenteil. Ich bin überaus dankbar für die Idee, dieses Buch zu schreiben. Sie führte zu zwei Buchreihen Durch Dich bin ich ein besserer Mensch ist der Beginn meiner kleinen Schreibwelt rund um Odine und Amelie und der erste Band der Reihe: Odine und Amelie – Liebe mal anders. Wenn Ihr es noch nicht gelesen haben solltet, dann lege ich es Euch hiermit ans Herz. Aber vorsichtig, das Buch ist hot. Natürlich werde ich hier nichts empfehlen ohne Euch auch eine kleine Leseprobe dazulassen.
Leseprobe zu: Durch Dich bin ich ein besserer Mensch
Es waren ja noch zwei Stunden Zeit, bis Amelie vorbeikam. Odine schaltete den Fernseher ein und wollte etwas abschalten, als es an der Tür klingelte. Odine stand auf und ging zum Türöffner. Über die Gegensprechanlage fragte sie: „Ja! Wer da?“
„Ich bin es, Amelie!“
Irgendwas in Amelies Stimme ließ Odine aufhorchen. Irgendwas stimmte doch nicht. Sofort drückte sie den Summer und meinte: „Komm hoch, dritter Stock auf der rechten Seite.“
Durch den Türspion beobachtete Odine die Szene, bis Amelie aus dem Fahrstuhl stieg. Amelie torkelte und Odine runzelte die Stirn, sie war knapp eine Stunde zu Hause. Was zum Geier war passiert? Als Amelie klingelte, wartete Odine einen Augenblick, um dann die Tür zu öffnen. Sofort schlug ihr die Fahne von Amelie entgegen. Wortlos zerrte sie die Frau rein. Bevor sie etwas sagen konnte, erkannte sie auf einen Blick, daß Amelie geweint hatte. Daher beschloss sie erst mal ruhig zu bleiben und herauszufinden, was los war.
„Komm, setz Dich und erzähl mir, was los ist!“
Sie deutete auf die Couch bei sich im Wohnzimmer und Amelie setzte sich sofort hin. Kaum das Amelie saß, ging es auch wieder los. Die Tränen liefen nur so über das Gesicht der blonden Frau.
„Ich hab es vermasselt. Ich hab die einzige Spur vermasselt! Und ich habe Dich, meine Partnerin, in Gefahr gebracht, als ich in dieses Treppenhaus gestürmt bin.“
Odine seufzte und nickte.
„Ja, das hast Du. Deine Aktion hat mich in Gefahr gebracht, aber die Spur haben wir immer noch. Es wird nur schwerer werden, ihn zu finden!“
Odine versuchte, mit sanfter, ruhiger Stimme zu sprechen. Aber sie wusste, dass Amelie recht hatte. Drafi zu finden würde nun noch schwerer werden und ja die Aktion hatte ihrer beider Leben in Gefahr gebracht.
„Hasst Du mich?“
Aus verweinten, verquollenen Augen, schaute Amelie zu Odine hoch.
„Nein, ich hasse Dich nicht. Wie kommst Du denn darauf?“
„Weil Du mich immer nur kritisierst und mich wie ein kleines Kind behandelst.“
Odine verkniff sich den Satz: „Wer sich wie ein kleines Kind benimmt, wird auch so von mir behandelt!“
Sie ging zu Amelie und kniete vor Ihr nieder, damit beide auf Augenhöhe waren. Doch Amelie konnte sie nicht anschauen. Darum legte Odine ihre Hand unter Amelies Kinn und hob es an, so, daß Amelie in Odines sanfte, braune Augen schauen musste.
„Ich versuche Dir zu helfen, die Welt auch mal aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Ich kritisiere Dich, weil ich möchte, dass Du besser wirst, nicht weil ich Dich hasse!“
„Ich hab den gemeinsamen Abend versaut, oder?“
Odine nickte nur stumm.
„Kann ich trotzdem hier bleiben?“
„Bist Du mit dem Auto hier? Und lüge mich nicht an!“
Die Ermahnung kam, in dem typischen, strengen Tonfall, den Amelie mittlerweile von ihrer Partnerin auf der Arbeit kannte und sie nickte Odine nur zu.
„Amelie, hast Du etwas gesagt?“
„Ja, ich bin mit dem Wagen hier!“
„Gib mir die Autoschlüssel!“
Amelie kramte in ihrer Jackentasche und gab die Autoschlüssel ohne zu überlegen an Odine weiter. Diese steckte sie in die vordere Tasche ihres Hoodies und meinte dann zu Amelie.
„Du kannst Deinen Rausch bei mir ausschlafen, ich habe ein Gästezimmer, in dem Du übernachten kannst.“
„Danke!“
Odine riss sich zusammen, um der blonden Frau keinen Kuss auf die Stirn zu geben. Setzte sich stattdessen neben sie auf die Couch und schaltete den Fernseher ein. Die beiden schauten etwas fern, bis Amelie kurz vor dem Einschlafen war. Dann stupste Odine Amelie an und meinte zu ihr:
„Komm, ich zeig Dir Dein Bett. Du schläfst mir hier schon auf der Couch ein.“
Amelie nickte nur und folgte Odine stumm Richtung Gästezimmer, auf dem Weg zeigte sie noch mal auf das Bad.
„Falls Du Dich frisch machen willst, hier ist das Bad!“
Amelie nickte, sagte aber nichts, da sie nur noch müde war. Odine ging weiter und öffnete die Tür zum Gästezimmer, in dem eine Kommode und ein großes Bett standen.
„Schlaf gut Amelie.“
Wieder war er da. Dieser sanfte Tonfall in Odines Stimme, der Amelie fast wahnsinnig machte. Auf der einen Seite war die Frau hart wie Stahl zu ihr. Aber auf der anderen Seite, so weich und liebevoll. Das passte doch nicht zusammen.
„Gute Nacht, Odine und Danke.“
Mit einem Gähnen bewegte sich Amelie Richtung Bett und stellte fest.
„Mist, ich hab nichts zum Schlafen dabei.“
Odine hob kurz die Hand und meinte.
„Warte!“
Wenige Augenblicke später kam sie mit einem Schlafanzug aus Seide wieder und reichte ihn Amelie.
„Dürfte etwas groß sein, aber immerhin musst Du nicht nackt schlafen oder in den Klamotten.“
Amelie lief beschämt rot an.
„Danke.“
„Schlaf Gut!“
Immer noch war der Tonfall von Odine so sanft und fürsorglich. Immer noch konnte Amelie es nicht verstehen. Odine verließ den Raum und schaute noch etwas fern um abzuschalten. Als sie gerade zu Bett gehen wollte, rannte Amelie an ihr vorbei ins Klo. Beide Hände vor dem Mund und Odine rannte ihr hinterher um zu sehen was los war. Anscheinend war es doch zu viel Alkohol für Amelie gewesen, diese erbrach sie gerade auf der Toilette und Ihr langes blondes Haar, hing schon mit in der Kloschüssel. Odine beugte sich runter und hielt Amelies Haar mit der einen Hand auf den Rücken, während sie mit der anderen Hand und Amelies Rücken streichelte und sanft gurrte.
„Ist schon gut, lass alles raus. Alles wird gut! Shhh…“
Nach einiger Zeit hatte Amelie sich des Alkohols entledigt und sank vor dem Klo zusammen. Der Ekel war ihr deutlich anzusehen und Odine sagte zu ihr.
„Geh Duschen, schmeiß die Sachen vor die Badezimmertür, ich warte da und werde alles waschen.“
„Danke.“, mehr brachte Amelie nicht heraus. Amelie ging daraufhin direkt unter die Dusche, zuvor ließ sie aber die Wäsche auf den Boden vor dem Badezimmer fallen, und Odine tat die Wäsche sofort in die Waschmaschine. Danach suchte sie neues Schlafzeug für Amelie raus und öffnete die Tür nur einen Spalt um die Wäsche durchzuschieben. Sie wollte nicht in Amelies Privatsphäre eindringen. Darum ging sie in Ihr Schlafzimmer und setzte sich auf ihr Bett. Amelie kam irgendwann zu Ihr und meinte nur.
„Danke für alles.“
Sie merkte das Odine nachdenklich war und setzte sich neben sie auf das Bett.
„Hey, was ist los?“
Odine schüttelte kurz den Kopf und meinte dann.
„Nichts ist schon gut! Geh wieder schlafen.“
„Was ist, wenn ich heute Nacht aber nicht alleine schlafen will?“, mit diesen Worten ließ sich Amelie auf Odines Bett fallen und schaute sie mit auffordernden Blicken an. Odine schüttelte nur sanft den Kopf.
„Nein Amelie, nein. Ich bin keine Frau für eine Nacht!“
„Wer redet denn von einer Nacht?“
„Ich bin auch keine Frau, mit der Du eine Beziehung willst. Glaub mir!“
Amelie rannte wutentbrannt aus dem Zimmer. Was zur Hölle war das bitte. Sie hatte sich Odine angeboten für etwas Spaß. Und sie wurde abgewiesen, warum, wer zum Geier war diese Frau. Was bildete sie sich ein? Sie war gerade in ihren Hasstiraden auf Odine versunken, als sie mitbekam, daß etwas nicht stimmte. Odine hatte doch heute schon geduscht, warum war sie wieder unter der Dusche?
Odine stand unter der Dusche und duschte extrem heiß, sie wollte nicht dass Amelie mitbekam, daß sie weinte. Denn unter anderen Umständen hätte sie nur zu gerne die Nacht mit Amelie verbracht. Als sie wieder aus dem Bad kam, saß Amelie auf ihrem Bett und schaute sie fragend an.
„Alles in Ordnung?“
„Ja, alles in Ordnung!“, log Odine. Amelie platzte der Kragen. Sie ging auf Odine los und scheuerte ihr so eine, dass Odines Kopf zur Seite flog.
„Ich soll ein besserer Mensch werden? Und was ist mit Dir? Warum lügst Du mich, Deine Partnerin, die Du heute betüdelt, hast wie eine Mutter ihr Kind, an?“
Kaum hatte sie es ausgesprochen, fiel es Ihr wie Schuppen von den Augen.
„Nein, sag, daß das nicht wahr ist? Nicht Du auch? Sag nicht, dass Du auch so eine BDSM-Scheiße machst und dass Du mich dafür…“
Amelie fehlten die Worte. Sie war echt der Meinung Odine würde ihre berufliche Position dafür missbrauchen, um sie, Amelie, ihre Untergebene für Machtspielchen zu benutzen. Schnell setzte sich Odine zu Amelie auf das Bett. Sie nahm Amelies Hand und versuchte, auf sie einzureden.
„Shhh, Amelie. Ja, ich bin selber BDSMlerin . Und ja ich bin in einer Beziehung der dominante Part.“
„Also doch. Du hast mich nur benutzt, um Deine kranken Fantasien auszuleben!“
„Nein, Amelie, ich habe Dich nie missbraucht. Seit unserem ersten gemeinsamen Fall, hab ich auf Dich aufgepasst, hab Dich immer wieder zu unserem Dezernat dazu geholt. Auch dass Du jetzt hier bist und dauerhaft bleiben sollst, war meine Idee.“
„Und das alles hier?“
„Amelie, vorab eines. Ich lebe auf meine Art und Weise und der Grund, daß ich alleine lebe, ist der, dass ich eben nicht so einfach den passenden Menschen finde. Und, wenn Du das, was ich Dir jetzt dazu sage, nicht akzeptieren kannst, oder die Art wie ich eine Beziehung führe, nicht verstehst, oder leben willst . Dann verstehe ich das. Ich hoffe aber dennoch, daß wir Freunde bleiben können. Denn egal, was hier heute Nacht passiert. Ich möchte immer noch Deine Freundin sein.“ Amelie nickte nur und Odine wollte diesmal auch keine verbale Antwort von ihrer Kollegin, der Frau in die sie sich bei ihrer ersten gemeinsamen Arbeit verliebt hatte, die sie deshalb beschützen wollte und daher erzählte sie weiter.
„Ich lebe in Beziehungen mit Machtgefälle. Bei Beziehungen mit Frauen bin ich die dominante Person, es gibt bei mir ein paar Grundregeln, die immer gelten.“
„Welche?“, fragte Amelie.
„Erstens: Bring Dich nicht in Gefahr!
Zweitens: Sei stets respektvoll zu anderen!
Drittens: Sei Gehorsam!
Viertens: Beschütze unsere Familie!“
Amelie nickte, sie fand an den Regeln nichts Verwerfliches, sie leuchteten ihr irgendwie ein.
„Und was, wenn nicht? Was willst Du dann machen?“
„Dann würde ich mich mit meiner Partnerin hinsetzen, wir reden über das, was schiefgelaufen ist, und danach würde ich sie bestrafen!“
Odine sah, wie fassungslos Amelie gerade war.
„Bestrafen? Wie genau meinst Du das?“
„Wir würden genau, wie wir es gerade tun, hier sitzen und ich würde es ihr erklären. Ich würde sie fragen, ob sie wisse, warum wir hier sitzen. Und, wenn nicht, würde ich es ihr erklären. Und danach würde ich sie bestrafen, weil sie gegen unsere Regeln verstoßen hat.“
„Kannst Du mir ein Beispiel geben, damit ich es besser verstehe?“
„Ja, kann ich sogar eines auf Dich bezogen, wenn Du es möchtest!“
„Ja, bitte!“
„Erinnerst Du Dich an unser erstes gemeinsames Gespräch bei Gebauer. Und unsere ‚kleine‘ Unterhaltung danach?“
Odine setzte das Wort kleine in die obligatorischen Gänsefüßchen, indem sie sie in die Luft malte.
„Ja.“
„Damit hast Du gegen eine der Regeln verstoßen. Weißt Du welche?“
Amelie überlegte.
„Meinst Du respektvolles Verhalten?“, fragend sah sie Odine an.
Odine nickte und antwortete: „Ja, Amelie, das meine ich. Und dafür hätte ich Dich, wenn wir ein Paar wären, übers Knie gelegt!“
Amelie schluckte. Übers Knie gelegt wie ein kleines Kind? Das kann doch nicht Ihr Ernst sein.
„Ich bin doch kein kleines Kind!“, protestierte die blonde Frau.
„Amelie aber mitunter verhältst Du Dich so. Und dann würde ich Dich eben auch so behandeln. Aber wir können noch weiter gehen. Da gibt es noch mehr“
„Zum Beispiel?“
Amelie war angefixt, was hatte sie dann noch alles getan, was gegen die heiligen Regeln der Odine Bernau verstieß.
„Erinnerst Du Dich an die Schießerei?“
„Wie könnte ich die vergessen?“
„Wer von uns ist ohne Absprache, ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben nach oben gerannt, und hat damit sich selber und unter anderen Umständen ihre Familie, in Gefahr gebracht?“
„Treffer. Du hast Recht! Hättest Du mich dafür auch übers Knie gelegt?“
„Ja, aber mit dem Ledergürtel bestraft!“
Amelie schluckte. Sie traute sich kaum zu fragen.
„Warum der Gürtel?“
„Erstens, Du hast Dich selber in Gefahr gebracht, das bedeutet immer den Gürtel, und dann hast Du auch noch Deine Familie in Gefahr gebracht. Das bedeutet auch immer den Gürtel.“
Amelie schluckte noch einmal. „Und die Sache mit dem Alkohol? Wäre das auch der Gürtel?“
„Nein, ich hätte Dir nie erlaubt so viel zu trinken und Dich dann hinters Steuer zu setzen?“
„Wie viel hättest Du erlaubt?“
„Null Komma Null Promille!“
Amelie begriff, alles, was sie hier besprachen, diente ihrem Schutz. Sie wurde nachdenklich.
Ich hoffe, diese kleine Szene hat Euch gefallen. Kanntet ihr sie schon? Wie gefällt sie Euch? Schreibt es mir in den Kommentaren. Und wenn ihr das Buch schon gelesen habt, welches war Eure Lieblingsszene darin?
In diesem Sinne
Seid Achtsam
Hallo,
mein Name ist Daira Bär. Ich bin Romanautorin, Mommy Domme und Dampferin. Als bekennende BDSMlerin und Mommy Domme schreibe ich Romane im Bereich von Lesbian Love & Cozy Crime. Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen im Bereich von lesbischen Beziehungen mit D/s genauer CG/l versuche ich genau diese Erfahrungen in meine Romane einzubringen. Wenn Du also realistische Romane aus diesem Bereich mit einem spannenden Kriminalfall kombiniert magst, dann schaue doch mal in meinen Büchershop hier auf der Seite.
Liebe Grüße
Daira


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